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Barmer-Gesundheitstipp

Social Health

Mehr Social Health für alle!
Wenn wir von Gesundheit sprechen, gehört das körperliche und seelische Wohlbefinden immer dazu. Aber das ist noch nicht alles: Damit es uns gut geht, brauchen wir andere Menschen, den Austausch im  Kreis von Kolleginnen und Kollegen, mit Freundinnen, Freunden und  Familie. Dieser oft vernachlässigte Gesundheitsaspekt hat sogar einen eigenen Namen: Social Health, die soziale Gesundheit. Gemeint  sind unsere sozialen Kontakte, ein Gemeinschaftsgefühl oder das  soziale Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Gerade in Zeiten von digitalem Arbeiten und Homeoffice ist der Blick auf Social Health besonders
wichtig geworden. Die BARMER hat dem Thema sogar eine eigene Studie gewidmet: In der Studie Social Health@work untersuchen wir gemeinsam mit der Universität St. Gallen, wie sich das digitale Arbeiten auf unsere Gesundheit am Arbeitsplatz auswirkt. Für mehr soziales Wohlbefinden im Job.

Wand Pilates: Pilates für Einsteiger

Pilates heißt Entspannung, den ganzen Körper gut durchdehnen – oder keuchend und mit zittrigen Armen auf dem Boden liegen, weil die Kraft Dich auf halber Strecke verlassen hat. 

Pilates ist anstrengend. Kein Wunder, denn du aktivierst gezielt und kontrolliert einzelne Muskelgruppen. Das erfordert ein gutes Körpergefühl und ist besonders herausfordernd für Einsteiger. Und hier kommt Wand-Pilates ins Spiel! 

Hier werden herkömmliche Pilates-Bewegungen langsam und kontrolliert gegen eine Wand gelehnt ausgeführt. Das gibt dir ein sicheres Gefühl beim Ausführen der Übung und die zusätzliche Portion Stabilität bei schwierigen Übungen. Das Beste daran: Du brauchst keinerlei Equipment, außer Ddch selbst und eine Wand (und die hat wohl jeder zuhause stehen).

Die Vorteile von Wand-Pilates

Low Impact: Wand-Pilates ist schonender für Füße und Gelenke und zählt somit zu den Low-Impact Sportarten. Gerade bei bestehenden Gelenkschmerzen oder Einschränkungen durch Verletzungen kannst du mit Wand-Pilates trotz allem deine Rumpfkraft, Flexibilität und Muskelausdauer verbessern.

Rumpfstärkung: Die tiefliegenden Bauch- und Rückenmuskeln zu stärken und deine Körperhaltung zu verbessern ist mit Wand-Pilates ganz einfach. Die Wand bietet deiner Wirbelsäule Stabilität, sodass du dich voll und ganz auf die Übungen konzentrieren kannst. Damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass du Übungen sauber und richtig ausführst, deutlich höher als bei herkömmlichen Pilates-Übungen.

Beweglichkeit: Pilates ist bekannt dafür, dass es die Beweglichkeit verbessert und gleichzeitig beim Muskelaufbau helfen kann. Durch die Wand kannst du bei Dehnübungen noch tiefer in die Dehnung gehen und so den Bewegungsradius vergrößern.

Muskelausdauer: Muskelausdauer ist die Fähigkeit deiner Muskeln, über einen längeren Zeitraum hinweg wiederholenden Kontraktionen gegen Widerstand standzuhalten. Sie ist vor allem im Alltag wichtig, etwa wenn wir Einkaufstaschen tragen. Durch Wand-Pilates wird die Kraft, sowie die Ausdauer der Muskeln durch langsame und kontrollierte Bewegungsmuster verbessert. Da es dir hier möglich ist, Übungen länger zu halten, kannst du so letztendlich mit mehr Körpergewicht trainieren als bei Bodenübungen. 

Beinheber

Lege dich auf den Bauch.  Positionierte dich so, dass deine Knie an der Wand sind. Führe die Knie leicht nach außen (abspreizen), Füße bleiben zusammen. Stirn auf den Händen ablegen, Bauchspannung aktivieren und Fersen (wenn möglich auch die Füße) gegeneinander drücken. Halte die Oberkörperspannung und hebe und senke die Knie ein paar Zentimeter vom Boden. Dabei wird das Gesäß angespannt.

Wiederholung: 2x 15

Kräftigung: Beinrückseite, Gesäß und unterer Rücken

Beinöffner

Lege dich auf deinen Rücken, positioniere dein Gesäß an der Wand und strecke deine Beine an der Wand nach oben. Sollte eine Streckung der Knie nicht möglich sein, rutsche mit deinem Gesäß ein bisschen von der Wand weg.

Dein Becken bleibt stabil in der Mitte. Aktiviere deine Bauchspannung, indem du deinen Bauchnabel zur Wirbelsäule ziehst! Hebe das rechte Bein ein bisschen von der Wand weg und führe es so weit es für dich geht nach rechts außen. Beachte, dass dein Becken stabil in der Mitte bleibt. Führe die Bewegung dann mit dem linken Bein aus.

  • Atme aus, wenn du das Bein zur Seite führst
  • Atme ein, wenn du das Bein zurück zur Mite führst

Wiederholung: 2x 15 jede Seite

Kräftigung: Innenseite der Oberschenkel, Bauchmuskeln – zur Beckenstabilisation

Vorteil: Hochlagerung der Bein, unterstützt den Rückfluss

Aktiv gegen Diabetes

Artikel von. Dr. Reinholz, Care Diagnostik, Mai 2023

In den letzten Jahren wird Diabetes auch als Epidemie bezeichnet. Dieses ist wenig verwunderlich, wenn die aktuelle Situation betrachtet wird. In Deutschland gibt es ca. sieben Millionen Menschen mit Diabetes. Die Dunkelziffer liegt bei geschätzten zwei Millionen.

Jeden Tag wird in Deutschland im Schnitt bei über 1500 Menschen eine Neuerkrankung von Diabetes mellitus festgestellt. 95 % dieser Fälle sind Diabetes mellitus Typ 2.

Zwar ist der Diabetes heute gut behandelbar und ein Betroffener kann ohne große Einschränkungen ein normales Leben führen. Jedoch führt ein unerkannter und nicht behandelter Diabetes zu fatalen Folgen. In Deutschland ist somit auch jeder fünfte Todesfall mit der Erkrankung Diabetes assoziiert.

Die Risikofaktoren für Diabetes sind hier das Alter, Stress und der Bewegungsmangel. Je älter die Menschen sind, desto häufiger tritt Diabetes auf. In Altersheimen haben oftmals mehr als die Hälfte aller Bewohner Diabetes. Der zweite große Risikofaktor ist der Lebensstil. Ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung und zu viel Stress führen zu einem enormen Anstieg der Diabeteswelle.

Nach Meinung der Experten gibt es geeignete Gegenmaßnahmen, um die Diabeteswelle zu brechen. Bereits bei Menschen mit Prädiabetes müssen Maßnahmen getroffen werden. Menschen mit „Prädiabetes“ sind noch nicht diabeteskrank aber auch nicht mehr stoffwechselgesund.
Die Glukosetoleranz ist bereits eingeschränkt. Etwa 70 Prozent der Menschen mit Prädiabetes werden im weiteren Leben an einem manifesten Diabetes erkranken.
Das Vorhandensein von Prädiabetes steht in den Augen vieler Experten im Zusammenhang mit dem Auftreten kardiovaskulärer Erkrankungen, Schlaganfall, chronischen Nierenerkrankungen, Krebs und Demenz sowie dem Risiko früher zu versterben.

Einig sind sich die Experten darin, dass der Prädiabetes und damit der Diabetes sowie die schleichenden Folgeerkrankungen zurückzuführen bzw. verhindert werden können. Es ist möglich die Diabeteswelle zu brechen.

Andere Länder machen uns dieses vor. In Deutschland stieg die Prävalenz des Typ-2-Diabetes zwischen 1960 und 2015 von weniger als 1 % der Bevölkerung auf 7,2 bis 9,9 % und hat sich somit fast verzehnfacht. Dagegen hat Norwegen den Trend gebrochen. Die Prävalenz stieg dort zwar auch noch moderat auf 6,1 %, jedoch ging die Neuerkrankungsrate aber signifikant zurück. Von 609 Fällen pro 100.000 Personen (2009) auf 398 Fälle (2014).

Dieses ist nach Auffassung der Experten auf verbesserte Lebensstilfaktoren zurück zu führen. Die Prävalenz der Adipositas nimmt so seit Jahren in Norwegen ab, auch die Anzahl der aktiven Raucher hat sich in zehn Jahren mehr als halbiert.

Aber auch Studien aus Deutschland machen Mut. Sie zeigen, dass sowohl der Prädiabetes als auch Diabetes Typ 2 besiegt werden können. Erfolgreiche Maßnahmen sind hier intensive Lebensstilinterventionen mit vor allem Bewegung und Gewichtsreduktion bei Übergewicht.

Die Studien zeigen: „Viel hilft viel – mehr Bewegung verbessert Blutzucker und kardiometabolische Werte.“ Durch eine Verdoppelung der Bewegungsintensität gegenüber dem normalen Diabetes-Präventionsprogramm konnte zum Beispiel bei Hochrisikopatienten das Leberfett teils bis in den Normbereich reduziert werden.

Bei prädiabetischen Patienten mit niedrigem Risiko reichte eine herkömmliche Lebensstilintervention um innerhalb von drei Jahren zu einer Normalisierung der Glukosetoleranz zu erreichen.

Neuere Studien zeigen, dass gerade auch das Intervallfasten sehr gut bei der Bekämpfung von Typ-2-Diabetes helfen kann. Beim Intervallfasten werden nur an einige Stunden am Tag gegessen oder auch regelmäßig an bestimmten Tagen in der Woche auf Mahlzeiten verzichtet. Eine aktuelle Studie mit 36 Menschen an Typ-2-Diabetes zeigte, dass eine komplette Remission (dauerhafte Nachlassen von Symptomen) erreicht werden kann. Bereits nach drei Monaten Intervallfasten zeigten sich folgende Ergebnisse:

  • 90 % der Teilnehmenden konnten nach der Diät die Dosis ihrer Antidiabetika (einschließlich Insulin) reduzieren.
  • 55 % erreichten eine Remission und setzten ihre Antidiabetika für mindestens ein Jahr ab.
  • Knapp 2/3 waren vor der Studie bereits länger als sechs Jahre an Typ-2-Diabetes erkrankt.

Sportarten für einen aktiven Sommer

Die Sonne strahlt, der Feierabend ruft und jetzt raus mit dir aus dem Büro und ab nach draußen! Diesen Sommer hast du dir vorgenommen, aktiver zu sein und jeden schönen Tag zu genießen, ganz wie er kommt. Da kommen diese Sommer-Sportarten natürlich wie gerufen für dich. Schuhe aus, und los geht’s!

Slackline

Slacklines siehst du mittlerweile eigentlich in jedem Park irgendwo aufgespannt. Dabei balancierst du auf einem etwa fünf Zentimeter breiten Gurt, der auf Kniehöhe zwischen zwei Fixpunkte gespannt ist. Macht Spaß und ist mehr Sport als du vielleicht denkst! Da das Band nicht so straff wie etwa beim Seiltanz gespannt ist, musst du ständig deine Bewegungen ausgleichen und trainierst somit Gleichgewicht und Koordination. Das Balancieren auf dem Seil stärkt die tiefe Rückenmuskulatur und fördert so die Gelenkstabilisation.

Pro-Tipp: Knie auf der Slackline immer leicht gebeugt lassen und optimalerweise immer nur einen Fuß auf der Slackline balancieren. Den anderen Fuß nutzt du zum Stabilisieren. So lässt du dir Spielraum für Ausgleichsbewegungen und zum Abfedern.

Spikeball

Spikeball ist eine Art Mini-Volleyball und macht am meisten Spaß, wenn du ein paar Freunde zur Hand hast, die mit dir spielen. Idealerweise spielst du mit zwei Teams mit je zwei Spielern. Gespielt wird der 360-Grad-Trendsport im Kreis um ein kleines Trampolin – eine Art Ring, um den ein Netz gespannt wurde. Ziel des Spiels ist es, einen kleinen Ball so auf das Netz zu schmettern, dass die gegnerische Mannschaft diesen nicht zurückspielen kann und er den Boden berührt. Um den Ball anzunehmen oder weiterzugeben, darf der ganze Körper eingesetzt werden. Spikeball selbst ist ein sehr verletzungsarmer Sport. Gleichzeitig trainierst du deine Reaktionsgeschwindigkeit, Koordination und Feinmotorik – und kommst ziemlich schnell ordentlich ins Schwitzen. Gute Laune vorprogrammiert!

SUP-YOGA

Hier tauschst du die Yoga-Matte gegen das Stand-Up-Paddle Board (SUP) aus und verlegst den nächsten Yogaflow einfach aufs Wasser. SUP-Yoga ist ein relativ neuer Sport, der alte Yoga-Traditionen mit modernem Stand-up-Paddling kombiniert. Und das klingt einfacher, als es ist, denn hier die Balance zu halten, ist ganz schön kniffelig. Immerhin: Du trainierst deine Balance, Koordination und Körperhaltung und kannst dich einer ganz neuen Herausforderung stellen. Und wenn dich das Gleichgewicht doch einmal verlässt, tust du einfach das, wovon ohnehin alle an heißen Sommertagen träumen: Ein kühles Bad im See nehmen!

Plogging

Plogging dürfte dir vielleicht schon bekannt vorkommen. Die Sportart haben wir dir bereits in einer vorherigen Ausgabe des Newsletters vorgestellt. Hier aber nochmal die Kurzform: Plogging ist ein Kofferwort aus “plocka” – schwedisch für aufheben oder pflücken – und “jogging”. Wie der Name es also schon andeutet, kombinierst du hier Jogging und Müll aufsammeln. So kannst du das  gute Gefühl, etwas für die eigene Gesundheit getan zu haben, gleich mit dem verbinden, die Welt ein bisschen sauberer zu hinterlassen. Plogging ist durch die Extra-Cardioeinheit nicht nur gut für das Herz-Kreislauf-System, sondern stärkt durch das häufige Hinhocken beim Aufheben von Abfällen auch die Muskeln. Die genaue Anleitung zum Plogging kannst du ganz einfach in Ausgabe 02/2022 nachlesen!

Aerial Yoga

Einfach mal hängen lassen: Beim Aerial Yoga ist genau das angesagt! Um es kurz zu fassen: Aerial Yoga ist Yoga im Tuch. Du übst deine Asanas also schwebend in der Luft. So kannst du dich ins Tuch einwickeln, dich ausstrecken oder einzelne Körperteile damit stützen, dehnen oder belasten. Beim Aerial  Yoga fühlst dich leicht und schwerelos, trotz Ganzkörpertraining. Ganz nebenbei steigerst du Kraft, Balance und Beweglichkeit, denn durch die Unterstützung des Tuches kannst du viele Übungen leichter und gleichzeitig intensiver ausführen, was dein Training noch effektiver macht. Also lass dich fallen und  genieße den Sommer.

Klimakiller Nüsse?

Nüsse haben einen ziemlich guten Ruf: Sie sind gesund, reich an ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen, Antioxidantien und Mineralstoffen und unterstützen Herz und Kreislauf. Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt sogar, jeden Tag eine Handvoll Nüsse zu essen. 

Worüber wir allerdings wenig reden: Nüsse sind meist alles andere als nachhaltig und können teils richtige Klimakiller sein. Wir geben dir einen kurzen Nachhaltigkeits-Check deiner Lieblingsnuss und zeigen, worauf du beim Nusskauf achten solltest.

Das Nachhaltigkeitsproblem bei Nüssen:

Herkunft und CO2-Ausstoß: 

Woher kommt eigentlich dein Nussmix? Beim Blick auf die Verpackung wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit feststellen, dass darauf kein Herkunftsland gedruckt ist. Das hat auch einen Grund: Nüsse kommen meist von weit, weit her. Auch wenn es in Deutschland heimische Nüsse gibt, sind wir kein nennenswerter Nuss-produzent. Stattdessen werden beispielsweise 80 % aller Mandeln in Kalifornien produziert. Deine Haselnüsse kommen wiederum mit ziemlicher Sicherheit aus der Türkei. Heißt also: Nüsse werden meist mit hohem CO2-Ausstoß importiert. Das deutsche Lebensmittelrecht verlangt außerdem nur bei ungeschälten Mandeln, Hasel- und Walnüssen, dass das Ursprungsland auf der Verpackung deklariert wird. Immerhin: Bei Bio-Nüssen erkennst du am Ländercode unter dem Bio-Siegel, wo die Nüsse herkommen beziehungsweise ob sie aus der EU stammen oder nicht.

Arbeitsbedingungen: 

Die Nuss-Ernte ist extrem anstrengend, die Arbeitsbedingungen oft prekär. So kommen Arbeiter beim Knacken von Cashews oft in Kontakt mit ätzendem Öl.

Auf Haselnussplantagen ist immer wieder die Rede von Kinder- und Zwangsarbeit. Zusätzlich ist das Sammeln der Nüsse oft mühsame Handarbeit. Die Arbeitsbedingungen auf den einzelnen Plantagen sind meist undurchsichtig und zwielichtig. Wer Nüsse aus fairem Anbau kaufen möchte, sollte daher auf das Fairtrade-Siegel achten. 

Wasserverbrauch:

Gerade in den trockenen Regionen der Nussplantagen ist intensive, künstliche Bewässerung notwendig. Allein ein Kilo Mandeln aus Kalifornien verbraucht etwa 13.000 Liter Wasser. Das geht so weit, dass der Nussanbau in vielen Region für Engpässe beim Trinkwasser verantwortlich ist. 

Schädlinge und Pestizide:

Die meisten Nussplantagen sind Monokulturen, was sie anfälliger für Schädlinge macht. Dagegen werden Pestizide eingesetzt, die sich auch in Rückständen noch auf den Nüssen befinden können. Auch bei der Lagerung werden konventionelle Nüsse mit dem Container-Begasungsmittel Methylbromid besprüht. Das ist besonders schädlich für die Ozonschicht der Erde. Dieses Problem kannst du mit dem Kauf von Bio-Nüssen umgehen.

Alternativen und Tipps:

Besonders bei Nüssen solltest du wo möglich auf Regionalität achten. Haselnüsse und Walnüsse gibt es auch aus Deutschland. Du kannst dich auch auf Webseiten wie mundraub.org informieren, wo in deiner Umgebung Nüsse wachsen, die auch kostenlos geerntet werden dürfen. 

Bio- und Fairtrade-Siegel können bei Nüssen wirklich große Unterschiede machen. Mit dem Bio-Siegel umgehst du giftige Chemikalien. Bei Nüssen aus Schwellen- und Entwicklungsländern solltest du auf faire Anbau- und Handelsbedingungen achten, etwa durch ein Fairtrade-Siegel.



Nüsse in der Übersicht

Mandeln: Mandeln sind besonders wasserintensiv. In Kalifornien, wo fast 80 Prozent der Mandeln weltweit hergestellt werden, führt das immer wieder zu Wasserknappheit. Bis zu fünf Liter kann eine einzige Mandel verbrauchen. Außerdem werden auf den Plantagen große Mengen Düngemittel und Pestizide ausgebracht. Hinzu kommt, dass zur Bestäubung oft Bienenvölker ausgebeutet werden. Das Bio-Siegel ist hier nur bedingt hilfreich. Deswegen die unbequeme Empfehlung: Auf Mandeln sollte weitestgehend verzichtet werden. Das gleiche gilt im Übrigen auch für Pistazien.

Cashews: Cashews werden überwiegend in Afrika und Asien angebaut und verbrauchen vergleichsweise wenig Wasser. Aber: Ihr Weg bis in die deutschen Supermarktregale ist absurd lang. Denn die Verarbeitung von Cashews findet fast ausschließlich in Indien statt. Die Cashews wandern also aus ihrem Herkunftsland erstmal nach Indien, bevor sie zu uns geliefert werden. Deshalb solltest Du hier, wenn möglich, auf Fairtrade-Cashewkerne achten.

Paranüsse: Sie verbrauchen sehr wenig Wasser und wachsen wild in den Regenwäldern Südamerikas und der Elfenbeinküste. Da sie nicht kultiviert werden, brauchst Du kein Bio-Siegel. Hier solltest Du allerdings die harten Arbeitsbedingungen bedenken und auf fair gehandelte Paranüsse setzen.

 

Haselnüsse: Haselnüsse sind zwar heimisch in Deutschland, trotzdem werden über 70 Prozent aller Haselnüsse in der Türkei angebaut. Hier sind allerdings die Arbeitsbedingungen äußerst problematisch:Auf vielen Haselnussplantagen werden unterbezahlte Saisonarbeiter ausgebeutet, oft findet auch Kinderarbeit statt. Hier solltest Du also unbedingt auf deutsche Produkte setzen. 

Walnüsse: Walnüsse sind auf Platz drei der weltweit beliebtesten Nüsse. Sie stammen fast ausschließlich aus den USA oder Mexiko, von wo aus es ein weiter Weg nach Deutschland ist. Aber: Walnüsse gibt es auch in deutschem oder zumindest europäischem Anbau. Hier also wenn möglich auf die Herkunft achten!

Erdnüsse: Die liebste Snack-Nuss der Deutschen kommt häufig aus China und Indien. Bis auf ihren langen Transportweg sind Erdnüsse ökologisch gesehen aber keine schlechte Wahl: Die Hülsenfrucht fixiert Stickstoff aus dem Boden und kann helfen, die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen. Auch hier solltest Du je nach Ursprungsland zu fair gehandelter Ware greifen.

Monatsbewegungsimuls: Juli

Kräftigung Muskulatur – HWS

Stelle dich hüftbreit vor eine Wand  hin und beuge leicht beide Knie. Positioniere beide Hände auf Schulterhöhe an der Wand.

Beachte: Richte dich auf, mach ein leichtes Doppelkinn und stelle dir vor, eine Schnur zieht dich am Hinterkopf Richtung Decke.

Baue nun langsam Spannung auf: Ziehe den Bauchnabel Richtung Wirbelsäule. Atme ruhig und gleichmäßig weiter.

Drücke nun mit beiden Händen in die Wand, ohne den Oberkörper gegen zu lehnen. Stelle dir vor, du willst nun beide Hände nach außen, oben, unten und innen schieben.

Beachte: Deine Hände bewegen sich nicht, nur Druckaufbau.

Jeweils 10 Sekunden halten, dann die Richtung wechseln. Spüre die Spannung der Muskulatur im Bereich der Hals- und oberen Brustwirbelsäule

Barmer- Gesundheitstipp

Klimawandel und Gesundheit

Gesund trotz Sommerhitze: 7 Tipps für den Arbeitsplatz
Was der Klimawandel weltweit mit sich bringt, spüren wir immer deutlicher: Es wird wärmer, Extremwetterereignisse wie Stürme, Starkregen oder Hitzewellen mehren sich, in vielen Regionen der
Welt wird das Trinkwasser knapp, die Lebensmittelversorgung stockt. Das wirkt sich auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden aus, weil die sich verändernden Umweltbedingungen neue Gesundheitsprobleme mit sich bringen oder bereits vorhandene verstärken können.

Monatsbewegungsimpuls – Juni

Kräftigung der Muskulatur an der Halswirbelsäule

Ausgangsstellung: neutraler Stand, Schnurr zieht am Hinterkopf (Aufrichtung)
Bewegungsabfolge:

  • Finger oberhalb der rechten Schläfe
    positionieren
  • Kopf bleibt mittig und ruhig
  • Druck aufbauen:  Finger  und
    Gegendruck Kopf
  • Bewegungsrichtung: nach rechts oben, rechts und rechts unten bewegen wollen, aber den Kopf nicht wirklich bewegen
  • Intensität: 3-5 Sekunden halten

Hinweis: Bewegungen im Verlauf der Sterndiagramms. Dann die linke Seite

  • Finger an Stirn für Beugung und am
    Hinterkopf für Streckbewegun

Monatsbewegungsimpuls – Mai

Mobilisation Brustwirbelsäule

Stelle dich hüftbreit hin und beuge beide Knie. Bauchnabel leicht Richtung Wirbelsäule ziehen und richte deinen Oberkörper auf. Nehme beide Hände an den Hinterkopf und führe beide Ellenbogen nach außen.

Rotiere nun im Oberkörper nach rechts und links. Beginne langsam und taste dich an dein Bewegungsende ran. Mit der Zeit gern schneller werden und leicht federn. Nehme gern deinen Blick mit. So wird die Bewegung noch größer.

Wiederhole diese Übung ca. 10x.

Barmer-Gesundheitstipp

Auf zum Waldbaden

Es ist kühl, es duftet erdig, es raschelt, summt und zwitschert – können Sie es hören? Sie können! Im nächstgelegenen Wald. Das Eintauchen in die Natur und das ganz bewusste Wahrnehmen des Waldes hat sogar einen Namen: Waldbaden. Der Begriff stammt aus Japan: Shinrin-Yoku gilt dort als eine der wirksamsten Methoden gegen Stress, um zu entspannen, den hektischen Alltag loszulassen und ganz im Hier und Jetzt zu landen – und das, während man gleichzeitig draußen in der Natur an der frischen Luft ist.
Wer das Glück hat, in seiner Mittagspause in ein kleines Waldstück gehen zu können, der sollte das daher unbedingt tun. Alle anderen dürfen sich nach Feierabend oder am nächsten Wochenende auf  Entdeckungsreise in den Wald begeben. Dabei geht es nicht um ausdauerndes Wandern oder sportliches Walking – vielmehr sollten Sie den Wald bewusst wahrnehmen, förmlich darin „baden“. Klingt komisch? Ist aber wirklich ganz einfach … los gehts.