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Bio-Siegel im Vergleich

kann ich vertrauen? Und was genau bedeutet bio eigentlich? Was genau bedeuten “bio” und “öko”? Wer bei Lebensmitteln mit den Begriffen „bio“ oder „öko“ wirbt, der muss die Vorgaben der EG-ÖkoVerordnung erfüllen. Sie regelt, welche Düngemittel, Futtermittel und Pflanzenschutzmittel für ökologischen Landbau zugelassen sind, wie viele Tiere auf wie viel Raum gehalten werden dürfen oder wie viele Zusatzstoffe erlaubt sind. Das unterscheidet die Produkte klar von konventionellen Erzeugnissen. Alle Bio-Siegel müssen diese Anforderungen erfüllen, viele gehen noch darüber hinaus. Aber Achtung, das gilt nur für Lebensmittel! Bei Kosmetik, Körperpflege, Kleidung und Reinigungsmitteln ist nicht klar geregelt, was „bio“ ist und was nicht. In diesem Fall orientierst du dich lieber an anderen Siegeln.

Die Formulierung: Heißt “natürlich” auch bio?

Aufgepasst, hier tricksen die Unternehmen gerne.  Rechtlich geschützt sind nur die Begriffe “öko(logisch)”, “bio(logisch)”, “aus (kontrolliert) ökologischem Anbau” oder “biologisch-dynamisch”. Nicht geschützt hingegen sind Begriffe wie “natürlich“ oder “naturnah“, “naturbelassen”, “unbehandelt“, “schadstoffkontrolliert“, “aus Vertragsanbau“, „aus integriertem Anbau“, “aus umweltschonender Landwirtschaft“ oder „aus Freilandhaltung“. Sie sagen nichts über eine mögliche Bio-Herkunft aus!

EU-Bio-Siegel:
Alle verpackten Öko-Lebensmittel, die in der EU produziert wurden, müssen dieses Bio-Siegel tragen. Dadurch erfüllen sie den EU-Mindeststandard, der mindestens einmal im Jahr von einer Kontrollstelle überprüft wird. Laut den Regeln des EU BioLabels darf ein Produkt nur dann öko oder bio genannt werden, wenn es unter anderem:

  • auf chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel verzichtet wird
  • eine festgelegte Zahl an Tieren pro Quadratmeter nicht überschritten wird
  • die Tierhaltung artgerecht ist und mit Biofutter gefüttert wird
  • Antibiotika nur zu medizinischen Zwecken eingesetzt werden
  • keine Gentechnik eingesetzt wird (bis zu 5 % sind erlaubt)
  • in verarbeiteten Lebensmitteln höchstens 49 Zusatzstoffe enthalten sind

Erfüllt ein Produkt die Anforderungen zu 95 %, darf es das Bio-Logo tragen.
Allerdings muss hier berücksichtigt werden, dass manche Aspekte Interpretationsspielraum lassen, etwa der Aspekt “artgerecht”. So gelten Transportwege von bis zu 24 Stunden bis zum Schlachthof oder Spaltenböden für Mastschweine als artgerecht. Auch über die Nachhaltigkeit und Regionalität eines Produkts sagt das Bio-Siegel nichts aus.

Deutsches Bio-Siegel:
Das Deutsche Bio-Siegel hat dieselbe Aussage wie die europäische Variante. Es kann freiwillig auf BioProdukten verwendet werden und stammt noch aus der Zeit vor dem EU-Bio-Siegel. Die Siegel von Anbauverbänden: Anbauverbände sind Zusammenschlüsse aus ökologisch arbeitenden und verarbeitenden Betrieben. Die Richtlinien sind also nicht staatlich vorgegeben. Vielmehr verpflichten sich die Mitglieder dazu, die gemeinsamen Richtlinien einzuhalten. Sie dürfen im Gegenzug das verbandseigene Logo zur Vermarktung nutzen. Die Regeln der Anbauverbände gehen über die vorgeschrieben EU-Bio-Richtlinien hinaus. Hier ist eine Teilumstellung nicht erlaubt. Das bedeutet, dass ein  Unternehmen nicht gleichzeitig konventionell und ökologisch wirtschaften darf. Der ganze Betrieb muss ökologisch arbeiten, um mit dem Verbandssiegel werben zu dürfen.

Bioland:
Bioland legt Wert auf das Kreislaufprinzip: Der Natur soll das zurückgegeben werden, was ihr bei der Produktion genommen wurde. So soll ein Großteil des Futters selbst hergestellt und Überdüngung vermieden werden. Die Anzahl der erlaubten Tiere auf einem Biolandhof richtet sich nach den hofeigenen Anbau- bzw. Weideflächen

Naturland:
Naturland hat vergleichsweise strenge Regeln bei den Themen Tierhaltung und Tierschutz. Kühen und Kälbern muss der Weidegang und Legehennen der ständige Auslauf gewährt werden. Naturland hat auch eigene Richtlinien für Waldnutzung, Aquakulturen und Fischzucht.

Demeter:
Die Vorgaben von Demeter gelten als die strengsten Bio-Richtlinien. Es ist der einzige Bioverband, der weltweit nach den gleichen Richtlinien arbeitet. Demeter Landwirte begreifen ihren Hof als geschlossenen Kreislauf und legen großen Wert auf den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Demeter-Höfe sind deshalb auch zur Tierhaltung verpflichtet, um ihre Düngemitteln selbst
herstellen zu können. Allerdings gibt es immer wieder Ausnahmen von gewissen Regeln. Viele bemängeln deshalb, dass die strengen Demeter-Richtlinien eher Soll-Vorschriften sind

Neben diesen bekanntesten Bio-Siegeln gibt es noch weitere, wie etwa Biopark, Biokreis, Gäa e. V. oder Ecovin. Auch viele Supermärkte haben mittlerweile ihreeigenen Bio-Label ins Leben gerufen.Aber keine Sorge: Auch sie müssen den Kriterien der EU-Öko-Verordnung entsprechen und tragen dann das EU- oder das Deutsche-Bio-Siegel.

Bewegungsübung – Juni

Fuß-Wohlsein

Deine Füße tragen jeden Tag eine hohe Last. Wie oft schenkst du deinen Füßen Aufmerksamkeit und Entspannung?

Nehme dir einen Golfball, Flummi oder einen dicken runden Stift. Stelle dich mit dem rechten Fuß auf den Ball/ Stift. Verlagere dein Gewicht so weit drauf, wie du es aushalten kannst.

Rolle nun von den Zehen zur Ferse! Ganz langsam.

Spürst du einen Druckpunkt, halte die Stelle kurz und rolle dann weiter. Bist du an der Ferse angekommen, bringe den Ball/ Stift ohne Druck zurück zu den Zehen.

Wiederhole dies gern 5 Mal.

Tipp: Rollst du mit einem Ball, dann beginne beim nächsten Mal am zweiten.. dritten.. vierten… fünften Zeh.

Dann ist der andere Fuß dran!

Barmer Gesundheitstipp

Nicecream

Kaum ist der Sommer da, regt sich die Lust auf Eis, um sich damit den Feierabend oder die Mittagspause zu versüßen. Klassische Eissorten sind lecker – aber es geht auch frischer und vitaminreicher: mit Nicecream, dem selbstgemachten Eis aus frischen Früchten. Das geht schnell und schmeckt ziemlich „nice“. Als Basis dient eine kleingeschnittene und tiefgefrorene Banane. Die landet zusammen mit anderen Früchten und Zutaten im Mixer und wird zu einer cremigen  Eismasse geschlagen – fertig!

Barmer – Gesundheitstipp

Körperhaltung: Sieben Tipps für weniger Stress und ein selbstbewusstes Auftreten im Job

Unsere Körperhaltung beeinflusst, wie wir im Job wirken – und wie wir uns fühlen. Mit Körpersprache wie Gestik und Stimmfarbe vermitteln wir Selbstbewusstsein und Kompetenz. Andersherum wirken sich Stress, Nervosität und Leistungsdruck auch auf unsere Körpersprache aus: Wir werden hektischer, die Stimme zittert – wer unter Druck steht, kennt das mitunter. Doch dem können wir etwas entgegensetzen: Durch positives Denken und regelmäßige Körper und Atemübungen stärken wir unsere Stressresistenz und treten selbstbewusster auf. Und wer sich am Arbeitsplatz wohl fühlt, ist leistungsfähiger und weniger stressanfällig.

Sieben Tipps für mehr Selbstbewusstsein im Job!

Bewegungsübung – Mai

Kräftigung und Entspannung der Nackenmuskulatur im Stand mit Gymnastikband

Ausgangsstellung:

Nehme dir ein langes Gymnastikband. Stelle dich mit beiden Füßen mittig auf das Band. Umwickele die Enden um deine Hände und stelle dich aufgerichtet hin. Blick nach vorn.

Ziehe nun beide Schultern Richtung Ohren nach oben, halte kurz die Anspannung.

Endposition:

Löse nun langsam die Spannung und lasse deine Schultern nach hinten unten gleiten. Nutze den Zug des Gymnastikbands. Die Schultern werden weit nach unten gezogen. Genieße die leichte Dehnung.

Tipp: Stell dir ein Seil am Hinterkopf vor, der dein Kopf Richtung Decke zieht. Das intensiviert die Endposition.

Wiederholung: 8x

Entspannungsübung- April

Augen – Entspannungsübung

Konzentriertes arbeiten am Bildschirm verlangt unseren Augen viel ab. Nicht nur der Liedschlag verringert sich von ca. 20 auf 5-7mal, auch die Augenmuskulatur bekommt durch eine monotone Haltung weniger Nährstoffe.

20iger Regeln

Schaue alle 20 Minuten für 20 Sekunden aus dem Fenster. Das Schauen in die Ferne entspannt die Augenmuskulatur, der Liedschlag erhöht sich und die Augen werden befeuchtet sowie mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Somit kannst du trockenen, juckenden Augen entgegenwirken.

Nachhaltig durch den Supermarkt

Wir fahren mit dem Auto zum Supermarkt, greifen zum billigeren Obst in der Plastikverpackung und kaufen am Ende doch mehr als wir wollten. Umweltfreundlich einzukaufen ist leichter gesagt und doch nicht ganz so leicht umgesetzt. Wir zeigen Dir, auf was Du im Laden achten kannst und wie Dir ein strukturierter, nachhaltiger Einkauf gelingt.


Vor dem Einkaufen:

Einkaufsliste schreiben: Damit Du wirklich nur kaufst, was Du brauchst, hilft es, eine Einkaufsliste zu schreiben. So kannst Du Lebensmittelver schwendung vermeiden und Geld sparen. Dazu empfehlen wir Dir, das Essen für einige Tage im Voraus zu planen. So weißt Du genau, was Du brauchst – und was am Ende nur ein Impulskauf ist.

Transportmittel: Am umweltfreundlichsten unterwegs bist du natürlich mit dem Rad oder zu Fuß. Für kleinere Einkäufe ist das auch sinnvoll, beim Familieneinkauf hättest Du dann aber ziemlich schwer zu schleppen. Dann kannst Du Dir vornehmen, statt vieler kleiner Einkäufe in der Woche lieber einen Großeinkauf zu erledigen.

Ausstattung: Nimm Körbe, Beutel und eigene Taschen mit, um im Laden Plastik- oder Papiertüten zu umgehen.

Obst & Gemüse:

Loses Gemüse: In der Obst- und Gemüseabteilung packst Du frische Lebensmittel wenn möglich lieber in selbst mitgebrachte Netze. Die kannst Du jahrelang verwenden und damit unnötigen Plastikmüll vermeiden.

Bio-Qualität: Biobauern dürfen keine chemisch synthetischen Pflanzenschutzmittel nutzen, um ihre Ernte vor Insekten, Pilzen oder Unkraut zu schützen. Bio Lebensmittel können deshalb dabei helfen, Umweltbelastungen zu reduzieren.

Regionale Ware: Geringere Transportwege bedeuten auch eine kürzere Kühlkette, weniger Lagerungszeit und damit einen geringeren CO2-Abdruck. In klassischen Supermärkten findest Du zwar viel Obst und Gemüse aus Deutschland; für regionale Ware lohnt sich aber auch ein Besuch auf dem Markt.

Saisonale Ware: Was nicht in der Saison in Deutschland wächst, muss teuer aus anderen Ländern beschafft werden oder ist beim Anbau in Gewächshäusern mit Heizsystemen extrem energieaufwändig. Deswegen empfehlen wir Dir, wo möglich saisonal einzukaufen.

Fleischtheke:

Fleischfreie Alternativen finden: Der
Verzicht auf tierische Produkte ist einer der größten Möglichkeiten, wie wir als Einzelpersonen positiven Einfluss  auf das Klima nehmen können. Wenn Du Dir also bewusst Tage schaffst, an denen Du (kein) Fleisch isst, kannst Du schon einen großen Beitrag leisten. Mittlerweile gibt es auch viele leckere vegetarische und vegane Alter nativen, die Dir beim Umstieg helfen könne.

Eigene Dosen mitbringen: Beim Fleischkauf selbst lieber Bio-Fleisch an der Fleischtheke holen, als die abgepackte Salami im Kühlregal. Dann kannst Du das Fleisch nämlich meist auch in Deine eigene Dosen packen lassen und Dir die Verpackung sparen.

Haltbare Lebensmittel & Getränke:
Auf Verpackung achten: Neben Biound fairen Lebensmitteln spielt auch die Verpackung eine wichtige Rolle. Wenn Du haltbare Lebensmittel in Gläsern statt Dosen kaufst, kannst Du die Verpackung danach weiterverwenden. Völlig verpackungsfrei funktioniert ein klassischer Supermarkt aber nicht. Hier wirst dafür aber im  Unverpackt-Laden fündig!

Anzahl der Fertigprodukte minimieren: Fertigprodukte sind oft in viel Plastikmüll eingepackt. Außerdem ist kaum kontrollierbar, aus welchem Land die Inhaltsstoffe möglicherweise verschifft oder eingeflogen wurden.  Deswegen ist frisch kochen die bessere Option – und schont außerdem den Geldbeutel! Frische Lebensmittel
bieten dir außerdem gute Nährstoffe.

Leitungswasser statt Sprudelwasser:
Einheimisches Mineralwasser belastet die Umwelt bis zu 100-mal mehr, als Leitungswasser. Importiertes Mineralwasser sogar bis zu 1.000-mal mehr! Wer trotzdem nicht auf Kohlensäure verzichten will, kann ganz einfach in einen Wassersprudler für zuhause investieren. Beim Flaschenkauf solltest Du außerdem auf Mehrweg- statt Einwegflaschen setzen.

Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) vs. Verbrauchsdatum: Das MHD ist kein Wegwerf-Datum. Genauer gesagt zeigt es nur an, bis zu welchem Punkt ein Lebensmittel seine spezifischen Eigenschaften (wie Geschmack, Farbe und Konsistenz) behält. Bei richtiger Lagerung kannst Du das Produkt aber meist auch weiterhin ohne Bedenken essen. Hier gilt: Anschauen, riechen und vorsichtig probieren. Aufpassen solltest Du nur beim Verbrauchsdatum bei sehr leicht verderblichen Speisen wie Hackfleisch. Nach diesem Datum solltest Du das Produkt nicht mehr essen

Die wichtigste Regel:
Mach’ Dir keinen Druck! Den perfekten Einkauf gibt es nicht. Statt alles auf einmal zu probieren und danach  frustriert aufzugeben, kannst Du Stück für Stück umstellen. Dann wird der Einkauf nicht zum Stressfaktor und Du entdeckst immer wieder neue tolle Alternativen und Möglichkeiten, deinen Konsum nachhaltiger zu gestalten!

Schmerzfreie Menstruation dank Nachhaltigkeit?

Auch, wenn es anderes vermuten lässt – dieses Thema ist nicht nur für Frauen gedacht. Männer sind herzlich Willkommen. Vielleicht gibt es dann für den einen oder anderen sogar ein paar wertvolle AHA-Momente. Zunächst fragen sich sicher Viele: Wie soll Nachhaltigkeit dabei helfen, Menstruationsbeschwerden zu lindern? Das geht doch nicht zusammen! Naja, nach einer Recherche verbraucht eine Frau in ihrem Perioden-Leben etwa 10.000 bis 17.000 Tampons oder Binden. Konventionelle Produkte, die oft Plastik beinhalten, benötigen mehrere hundert Jahre, um zu verrotten. Herkömmliche Monatshygiene verursacht also unglaublich viel Müll, den wir auch noch unseren Ururururenkeln hinterlassen. Hinzu kommt ein zweiter Aspekt, den die wenigsten Frauen kennen: Tampons können massive Menstruationsschmerzen verursachen. Denn sie hindern das Blut am freien Abfließen und schaffen dadurch eine „Blutblockade“. Das Blut staut sich und Schmerzen entstehen. Vor allem Frauen, die sich schnell angespannt oder unter Druck fühlen, sind hiervon besonders häufig betroffen.

Zu Gunsten der Umwelt sind seit einigen Jahren Menstruationstassen im Handel. Das klingt jetzt erst mal nicht so sexy, aber mit ein wenig Übung klappt es mit dieser Alternative zu Tampons (und Binden) nach kurzer Zeit wunderbar. Und wenn der Schmerz nachlässt, ist nicht nur der Umwelt, sondern auch dem eigenen Körper geholfen.

Aber nicht nur in Sachen Menstruationshygiene kann Frau etwas für die Nachhaltigkeit tun. Auch Lebensmitteln können gleichermaßen die Ressourcen schonen als auch das Wohlbefinden der Frau steigern. Ein Großteil von Südfrüchten wie Orangen, Kiwi, Ananas etc. reisen um die halbe Welt, um bei uns auf dem Teller zu landen. Lt. diverser Statistiken wurden im Jahr 2020 rund 1,77 Millionen Tonnen tropische und subtropische Früchte nach Deutschland importiert. Dies trägt weder zu einem ökologischen Gleichgewicht bei noch fördert es die Nachhaltigkeit.

Beschwerden wie Krämpfe, Spannungsgefühl, Unwohlsein, Wut, Weinerlichkeit und vieles mehr können dadurch auftreten.
Der vermeintlich gesunde tropische Obstsalat ist also aus TCM-Ernährungssicht eher kontraproduktiv. Die TCM empfiehlt, reichlich gekochte & regionale/saisonale Nahrungsmittel zu sich zu nehmen – vor allem am Morgen. Dadurch wird die Bewegung von Blut und Qi unterstützt und somit auch das allgemeine Wohlbefinden.

Artikel von Beate Birkel


Wer mehr zum Ansatz der Traditionell Chinesischen Medizin erfahren will – vor allem mit dem Fokus Menstruation, Wechseljahre und unerfüllter Kinderwunsch, der findet viele hilfreiche Blogs sowie einen kostenlosen ZyklusSelbsttest auf www.frauenzeiten.de

Beate Birkel ist Ernährungsberaterin nach der Traditionell Chinesischen Medizin und Yogalehrerin. Sie bietet Onlinekurse zum Thema Ernährung und Entspannung an. Ihre Mission ist es, das Thema Zyklus und Frauengesundheit zu enttabuisieren und über die zahlreichen Ernährungsirrtümer aufzuklären. Ihr Ansatz ist individuell
Ihr Credo: Jede Frau hat das Recht auf einen beschwerdefreien Zyklus

Wohlfühl-Fuß-Übungen

Unser Fuß ist ein Konstrukt aus Knochen, Muskeln, Faszien, Blutgefäßen, Nerven und den Strukturen rund ums Gelenk. Mal ist er groß, mal klein, mal schmal, mal breit – ganz individuell und doch schenken wir ihm wenig Aufmerksamkeit. Unseren Füßen verlangen wir jeden Tag ganz selbstverständlich eine Menge ab. Egal ob es das zu Fuß gehen, Joggen, Kraftsport, langes Stehen oder das Tragen von zu engen sowie Absatzschuhen ist. Dank unserer Füße können wir uns Fortbewegen und Unebenheiten im Boden problemlos mit dem Körper ausgleichen. Das gesamte Körpergewicht
lastet auf unseren Füßen. Sie tragen uns durchs Leben! Erst beim zu Ruhe kommen merken wir manchmal die tägliche, hohe Belastung.

Tu deinen Füßen etwas Gutes. Hier folgen ein paar Wohlfühl-Fuß-Übungen:

1) Laufe so viel wie möglich barfuß! Das ist eine super Alternative für die Füße und es stellt zusätzlich ein sehr gutes Training für die Fußmuskulatur dar. Ziehe die Schuhe doch einfach mal im Büro unter dem Tisch aus oder laufe auf Socken/ barfuß zu Hause rum.

2) Fußmobilisation in alle Richtungen! Die vielen kleinen und größeren Gelenke am Fuß ermöglichen ein vielfälliges Bewegungsausmaß. Probiere doch mal im Sitzen aus, was dein Fuß alles kann?!

3) Massage für den Fuß
a) Nehme dir einen Faszien-, Golfball oder einen Flummi. Je nach gewünschter Intensität, im Stehen oder Sitzen die Eigenmassage durchführen. Lege den Ball unter den rechten Fuß. Massiere die Fußsohle indem du langsam über den Ball gleitest. Je mehr Gewicht auf das rechte Bein verlagert wird, umso intensiver ist die Massage. Vergesse nicht die Ferse, den inneren/ äußeren Fußrand und den Fußballen. Rolle von den Zehen Richtung Ferse und ohne Druck zurück zu den Zehen (eine Richtung).
b) Setzte dich auf einen Stuhl, ziehen beide Schuhe und Socken aus. Nehme dir, wenn gewünscht ein wenig Creme. Rechten Fuß auf den linken Oberschenkel legen und mit beiden Daumen die Fußsohle durchkneten.

4) Geschwollener Fuß
Ist der Fuß im Sommer, nach langem stehen oder aufgrund von zu engen Schuhen mal geschwollen, dann lege die Beine hoch. Aktiviere regelmäßig die Muskelpumpe. Das bedeutet intensives beugen und strecken des Sprunggelenks während der Hochlagerung/ im Sitzen. Alternativ kannst Du im Stehen deine Fersen heben und senken (Wechsel zwischen Zehenstand und normaler Stand). Achtung! Geschwollene Füße können auch eine Folge von Herz- und/ oder Venenproblemen sein. Lass es ggf. vom Arzt abklären.

Wie erkenne ich nachhaltige Sportkleidung?

Hier eine “Sustainability Collection”, da ein “Ocean Plastic” Sneaker: Unsere Sportkleidung soll gleichzeitig atmungsaktiv, funktional, bequem und schweißabsorbierend sein und seit Umweltaspekte immer wichtiger werden, am besten auch noch nachhaltig. Aber was ist an herkömmlicher Sportmode eigentlich so umweltschädlich? Was macht nachhaltige Mode wirklich aus und worauf sollte ich achten?


Warum ist Sportmode umweltschädlich?


Sportbekleidung muss hohe Anforderungen erfüllen. Schließlich wollen wir beim Wandern wasserfeste, beim Yoga dehnbare und im Fitnessstudio blickdichte Kleidung tragen. Genau das ist auch die Herausforderung: Reine Baumwolle kann das nicht
leisten. Deshalb wird bei funktionaler Kleidung oft auf leistungsfähigere, leichte Synthetik-Materialien zurückgegriffen, die mehr Chemikalien enthalten. Dabei gibt es drei grundlegende Probleme:

  1. Erdöl: Das Synthetikmaterial für Sportkleidung wird meist mithilfe von Erdöl produziert, das gravierende Schäden für die Umwelt bedeuten kann und zudem kein unendlicher Rohstoff ist. Erdölbasierte Kunstfasern sind außerdem nicht biologisch abbaubar und können nicht richtig entsorgt werden.
  2. Mikroplastik: Bei jeder Wäsche setzen die Textilien winzige Kunstfasern frei, die nicht von Waschmaschinen oder Kläranlagen herausgefiltert werden können. Sie gelangen früher oder später in unsere Gewässer und Meere und werden zur Gefahr für die Meeresbewohner. Aber auch für uns sind die Kunstfasern nicht ungefährlich: Sie können Schadstoffe enthalten, die unserer Gesundheit schaden.
  3. Ausbeutung: Auch Sportmode ist oft teil der „Fast Fashion-Industrie“. Die Kleidungsstücke werden dann meist unter menschenunwürdigen Bedingungen von Arbeiter*innen in Entwicklungsländern hergestellt.

Was ist nachhaltige Sportmode und worauf kann ich achten?


Eine eindeutige Definition für Nachhaltigkeit gibt es nicht. Am nachhaltigsten wäre es natürlich, keine Sportkleidung zu kaufen. Das ist aber kaum vermeidbar. Deshalb gilt es beim Einkauf genau hinzuschauen. Bevor Du das nächste Mal shoppst, kannst Du das Etikett nach folgenden Kriterien gegenchecken, um ein möglichst nachhaltiges Produkt zu wählen.

  • Material: Vorsicht bei Sportkleidung mit Chemiefasern wie Polyamid/ Nylon, Polyester, Elasthan/Polyurethanfasern, Polypropylen, Polyacryl, Viskose, Modalfasern, Lyocell/Tencel und Acetatfasern. Am besten setzt Du auf Naturfasern wie Bio-Baumwolle, Wolle (z.B. Merinowolle), Tierhaare (z.B. Cashmere, Alpaka), Leinen, Hanf, Jute oder Seide. Meist findest Du in Kleidungsstücken Naturfasern und Chemiefasern zusammen vor, um sie auch sporttauglich zu machen. Dann solltest Du darauf achten, dass der Naturfaseranteil möglichst hoch ist oder mit recyceltem Material gearbeitet wurde.
  • Arbeitsbedingungen & Produktionsland: Arbeitsbedingungen einzusehen ist für Verbraucher*innen schwierig bis unmöglich. Findest Du dazu online nichts, kannst Du dich grob am Produktionsland orientieren. Ist es Made in Germany, kannst Du von fairen Arbeitsbedingungen ausgehen. In der Regel sind die Arbeitsbedingungen in entwickelten Ländern besser als die in Entwicklungsländern. Hier lohnt sich außerdem ein Blick auf Aspekt drei (Siegel).
  • Siegel: Siegel können einen ersten Überblick über bestimmte Nachhaltigkeitsaspekte geben. Hier findest Du die gängigsten Siegel, die Du beim Sportbekleidungskauf findest und ihre Versprechen. Damit bist Du bestens gegen die schweißtreibende Suche nach nachhaltiger Sportkleidung gerüstet (siehe Tabelle).

GOTS (global Organic Textile Standard)

  • mindestens 70% aus biologisch erzeugten Naturfasern
  • maximal 10% konventionelle Synthetikfasern
  • Chlorbleichen untersagt
  • Umweltschutzprogramm zur Reduzierung von Abfällen und
    Abwasser
  • PVC-freies Verpackungsmaterial
  • Einhaltung des Mindestlohns

Fair Wear Foundation

  • prüft und zertifiziert Arbeitsbedingungen
  • Einhaltung sozialer Standards
  • Produkte sind nicht 100% fair produziert – Unternehmen bestätigen lediglich den Willen zu fairer Produktion
  • Materialherstellung wird ignoriert

Bluesign Produkt

  • Verzicht auf gefährliche Chemikalien
  • Kontrolle von Rohwaren
  • Überprüfung der Lieferanten und Verarbeiter
  • Beachtung von Arbeitsund Verbraucherschutz
  • sinnvoller Einsatz von
    Ressourcen
  • Vermeidung von Wasserund Luftverschmutzung

Oeko-Tex Standard 100

  • Zusammenschluss von weltweit 16 Textilforschungs- und Prüfinstituten
  • frei von gesundheitsschädlichen Schadstoffen
  • prüft Schadstoffrückstände
  • Keine Rücksicht auf faire und ökologische Produk

Oeko-Tex Made in Green:

  • schadstofffreie Textilprodukte
  • umweltfreundliche, sozialverträgliche und nachhaltige Produktion
  • detaillierte Informationen über alle Produktionsstufen der Lieferkette