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10 Food Trends – von denen du gehört haben solltest

1. Bunt und gesund.

Von Açaí bis Weizengras – sogenannte “Superfoods” sind
derzeit überall zu finden. Darunter versteht man Lebens mittel, die reich an Mikronährstoffen wie Vitaminen, Antioxidantien, Mineralien, Enzymen und gesunden Fetten sind. Eine genau festgelegte Definition gibt es aber nicht. Aus der Health & Fitness Community sind sie mittlerweile nicht mehr wegzudenken, Produkte wie Baobab (getrocknetes Fruchtfleisch des Affenbrotbaums), Camu-Camu (Beerenfrucht aus dem Amazonasgebiet), Carob (Pulver aus den getrockneten Früchten des Johannisbrotbaums) und Co werden in Smoothies gemixt und dann aufwendig dekoriert und präsentiert. Hier ist aber Vorsicht geboten: Weil es keine eindeutige Begriffserklärung gibt, verkaufen viele Firmen alle möglichen Produkte unter dem Superfood-Namen. Im Zweifel lohnt sich also der Blick auf die Nährstofftabelle.

2. Insektenproteine – die fleischlose Alternative

Insekten, wie Heuschrecken, Mehlwürmer oder Heimchen, in die eigene Ernährung miteinzubinden, ist für viele hierzulande undenkbar. Der Status als Tisch-Tabu weicht aber immer weiter auf, denn Insektenproteine haben gegenüber eiweißreichen Erzeugnissen aus Fleisch, Fisch oder Soja viele Vorteile. So haben sie, bei gleicher Menge, teils mehr als das Doppelte an Protein und sind außerdem wesentlich günstiger in der Produktion. Außerdem gelten sie als nachhaltig und ethisch vertretbar, da die Umweltbelastung durch die kleinen Tierchen wesentlich geringer ist, als etwa durch Schwein oder Rind.
Schon jetzt finden sich Insektenproteine immer häufiger
in Fleischersatzprodukten, Proteinriegeln oder Brot.

3. Pseudogetreide – glutenfreie Körner

Pseudogetreide sind Körner, die wie echtes Getreide verwendet werden, aber streng genommen anderen Pflanzenfamilien angehören. Darunter fallen zum Beispiel Quinoa, Amaranth, Buchweizen und Chiasamen. Der große Vorteil von Pseudogetreide: Es ist von Natur aus glutenfrei, versorgt den Körper meist mit wertvollen Proteinen und Mineralstoffen und gilt als gesund. Besonders um die kleinen Chiasamen hat sich ein regelrechter Hype entwickelt: Sie sind vor allem in der veganen Küche beliebt, da sie als Bindemittel Eier ersetzen und somit das Backen erleichtern können.

4. Cold Brew Coffee – cold is cool

Kalter Kaffee?! Richtig gelesen, das Getränk schlägt der
derzeit hohe Wellen. Bei der Cold Brew Methode werden
grob gemahlene Bohnen mit kaltem statt heißem Wasser
übergossen und dann für mehrere Stunden gekühlt ziehen gelassen. Das Resultat sind fruchtig-milder Geschmack und etwa 70 % weniger Bitterstoffe und Säuren als bei der herkömmlichen, heißen Variante. Perfekt für alle Kaffee-Liebhaber:innen als sommerliche Erfrischung!

5. Craft Beer

Ein anderes Getränk sorgt gerade für Spaß im Glas. Das sogenannte “Craft Beer” ist ein Bier, das traditionell und von einer unabhängigen Brauerei hergestellt wird. Besonderer Fokus wird hier auf das “crafting”, also den handwerklichen Aspekt, gelegt. Heißt konkret: Hier geht es um kleine Brauereien, bei denen meist eine Person, etwa der Gründer, Brauer oder Macher, persönlich und sehr präsent für sein Produkt einsteht. Es wird Wert auf natürliche Zutaten gelegt und oft auch kreativ gearbeitet. Da das Bier in geringeren Mengen hergestellt wird, ist es meist teurer. Dafür warten dann Sorten wie Starkbier, Porter, (Indian) Pale Ale und experimentelle Biere mit Gewürzen und Fruchtextrakten darauf, probiert zu
werden. Geschützt ist der Begriff übrigens nicht. Theoretisch kann also jeder sein Produkt als “Craft Beer” bewerben.

6. Mochi Eis – japanische Eiscreme

Mochi Eis – das ist ein mit Eiscreme gefüllter Reiskuchen, der ursprünglich aus Japan kommt und dort traditionell zu Neujahr gegessen wird. Es ist nicht verwunderlich, dass das Konfekt auf sozialen Plattformen mittlerweile so beliebt ist. Denn es ist bunt, erfrischend, laktose- und glutenfrei, meist vegan und kalorienarm. Der “Mantel” wird aus weichem Klebereismehl, sogenannter Shiratamako, geformt. Im Inneren versteckt sich eine Paste aus Adzukibohnen und Zucker, die je nach Sorte anders schmeckt. Pistazie und Mango sind genauso Optionen wie grüner Tee oder Schwarzer Sesam.

7. Hybridfood – best of both worlds

Es fing alles an mit dem “Cronut”: Ein donutähnliches Gebäckstück, dass aus einem Croissantteig besteht – sozusagen das Beste aus beiden Welten. Denn genau das bedeutet “Hybrid Food”: Verschiedene markante Merkmale oder “Erkennungszeichen” bekannter Produkte und Lebensmittel vermischen und daraus Neukreationen schaffen. Von Cragels (eine Verbindung von Bagel und
Croissant) über Ramen-Burger (bei dem der Bun durch Ramennudeln ersetzt wird) bis hin zum Sushirrito (Sushi + Burrito). Der Food Trend bewirkt vor allem eines: Spaß und Neugier am Essen!

8. Buddah-Bowls: Vegetarisches Essen aus der Schale

Wie der Name bereits verrät, hat das Trend Food seine Ursprünge im Buddhismus. Buddha Bowls sind (meist) vegetarische und ausgewogene Mahlzeiten, die typischerweise in einer Schüssel (engl. “bowl”) angerichtet werden und aus kleinen Portionen verschiedener und nährstoffreicher Lebensmittel bestehen. Feste Bestandteile gibt es nicht. Vielmehr geht es darum, möglichst bunt und nach dem Baukastenprinzip (Kohlenhydrate, Proteine und gesunde Fette) zu arbeiten. Dann sind die kalt servierten Buddha Bowls nicht nur ein köstlicher Augen-, sondern auch ein ausgewogener Gaumenschmaus.

9. Liquid Evolution

Die sogenannte “Liquid Evolution” kann schon seit längerer Zeit beobachtet werden. Es beschreibt das Phänomen, dass jüngere Menschen immer seltener zu Alkohol greifen. Laut Zahlen der BZgA trinken rund 33,4 % der Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren regelmäßig Alkohol. Zum Vergleich: Im Jahr 2004 waren es noch etwa 43,6 %. Langfristig ist also eine rückläufige Entwicklung zu beobachten. Viele greifen heute statt dessen zu alkoholfreien Alternativen, wie etwa Kombucha oder “Mocktails”, also Cocktails ohne
Alkohol.

10. Detox

Detox bedeutet wortwörtlich „Entgiften“ und hat  sich vor allem in der Fitness- und Wellnesscommunity einen Namen gemacht. Fans des Trends sind  davon überzeugt, durch eine gesunde Ernährung – die vorrangig aus Obst- und Gemüsesäften besteht  – Schadstoffe und Gifte aus dem Körper filtern zu  können. Diese haben sich durch ungesunde Ernährung und Zusatzstoffe wie Zucker, Alkohol und Nikotin in Haut, Leber, Nieren und Darm angesammelt und sollen durch bestimmte Lebensmittel entlassen werden. Dazu gehören verschiedenes Obst,  Gemüse, Salat und frische Sprossen, genauso wie  Trockenfrüchte und Nüsse und Kerne.

Ergonomie Tipp

Im Home-Office kannst du mit einfachen Tricks ergonomisch arbeiten. Du musst regelmäßig in einem Buch/ Dokument etwas nachlesen oder abtippen? Dann richtet  sich der Ergonomie-Tipp genau an dich!
Tipp: Ringordner
Tu deinem Körper etwas Gutes: Oft liegen deine Notizen neben der Tastatur oder zwischen Tastatur und Tischkante. Dies hat zur Folge, dass deine Tastatur oft zu weit von dir entfernt liegt. Tippst du nun für mehrere Stunden
mit fast gestreckten Armen, ist deine Nackenmuskulatur immer auf Spannung. Oder du drehst deinen Kopf immer zu einer Seite, um auf deine Notizen zu schauen (→ Dysbalancen entstehen). Die Folge ist ein verspannter Nacken oder eine veränderte Körperhaltung.
So geht’s:

  • Nimm dir einen relativ leeren Ringordner und lege ihn zwischen Tastatur und Bildschirm.
  • Deine Notizen/ Buch oder Sonstiges haben hier den perfekten Platz. Durch diese Anordnung deiner Hilfsmittel entspannst du deinen Nacken und förderst eine optimale Körperhaltung. Deine Augen profitieren auch davon. Denn diese können, dank der schrägen Position, die Informationen schneller erfassen.

Nahrungsmittel-Allergie

Der Verzehr von Nahrungsmitteln bedeutet nicht für jeden einen Genuss. Die Anzahl der behandlungsbedürftigen
Nahrungsmittel-Allergiker wird auf circa fünf bis sieben Prozent der Bevölkerung geschätzt. Je nach Alter stehen unterschiedliche Auslöser im Vordergrund, die besonders häufig Allergien auslösen.

  • Die Hauptauslöser bei Säuglingen und Kleinkindern sind Kuhmilch, Hühnereier, Weizen, Soja, Erdnüsse und Haselnüsse.
  • Ältere Kinder und Erwachsene reagieren in der Regel häufiger auf Erdnüsse, Nüsse, Fisch, Krebs- und Weichtiere.
  • Außerdem kommt es im Rahmen einer Pollenallergie bei circa 60 Prozent der Pollenallergiker zu sogenannten „Kreuzallergien“. Die Allergene mancher Pollen und pflanzlicher Lebensmittel ähneln sich so stark, dass das Immunsystem von Allergikern sie nicht unterscheiden kann. Es kommt dann, zum Beispiel beim Biss in den Apfel, zu einer allergischen Reaktion, obwohl die eigentliche Allergie auf Birkenpollen besteht. Die Reaktionen sind in der Regel Jucken und Kratzen im Mund-Rachen-Raum, Fließschnupfen, oder Augenjucken bis hin zum Hustenreiz.

Weitere allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel können beispielsweise sein:

  • Quaddeln, Nesselfieber, Rötung, Juckreiz,  Quincke-Ödem
  • Husten, Atemnot
  • Durchfall, Erbrechen, Übelkeit
  • Die schwerste allergische Reaktion auf Nahrungsmittel ist der anaphylaktische Schock, der sich in  Form eines lebensbedrohlichen Kreislaufzusammenbruchs äußert.

Allergische Reaktionen & Co
Das Immunsystem des Körpers reagiert auf normalerweise ”ungefährliche” Stoffe aus der Umwelt mit einer  überschießenden Abwehrreaktion, indem er vermehrt  Antikörper (Typ IgE) gegen die vermeintliche Gefahrenquelle, in diesem Fall ein Nahrungsmittel, bildet. Von der  Allergie abzugrenzen sind Verwertungsstörungen von  Milch- und Fruchtzucker (Laktose-Intoleranz und  Fruktose-Malabsorption) und die Autoimmunerkrankung  Zöliakie (Glutenunverträglichkeit).

Eine Lebensmittelallergie lässt sich nicht allein mit  einem Allergietest feststellen
Wenn in einem Allergietest Lebensmittel positiv getestet  sind, also Antikörper vom Typ IgE nachgewiesen werden, heißt das nicht automatisch, dass eine Allergie vorliegt und die betreffenden Lebensmittel nicht mehr verzehrt werden dürfen. Nur wenn klinische Beschwerden, z.B. Jucken im Hals,  Atemnot, Hautverschlechterung bei Neurodermitis usw.  nach dem Verzehr auftreten, spricht man von einer Allergie.
Treten keine Beschwerden auf, spricht man von einer „stummen Sensibilisierung“: Der Körper hat zwar Antikörper (IgE) gebildet, die im Allergietest nachgewiesen werden können, Symptome treten aber nicht auf. Nur wenn bestimmte Lebensmittel immer Beschwerden  verursachen, ist das Meiden der auslösenden Lebensmittel, unter Berücksichtigung individueller Verträglichkeit, angezeigt. Gerade, wenn es um Grundnahrungsmittel geht, wie Milch, Weizen und Ei, und die weit verbreiteten Kreuzallergien auf rohes Obst- und Gemüse, muss  die Notwendigkeit einer Ernährungseinschränkung geprüft werden. Am besten zusammen mit einer allergologisch geschulten Ernährungsfachkraft.

Im Rahmen der individuellen Ernährungstherapie wird neben der Meidung der Allergieauslöser auch auf die ausreichende Nährstoffdeckung geachtet. Eine allgemeingültige  „Allergie-Diät” gibt es nicht. Aufgrund der individuellen Auslöser hat immer nur ein speziell für den Patienten aufgestellter Ernährungsplan Gültigkeit. Vorrangiges Ziel der Ernährungstherapie ist eine ausgewogene Ernährung trotz  Allergie.

Der DAAB ist ein kompetenter Partner vom Patient Engagement der Novartis.
Aktion: powert by Patient Engage


Weitere Informationen findest du hier www.daab.de/ernaehrung/ernaehrungswelt

Adressen von allergologisch geschulten Ernährungsfach in deiner Region findest du auf unserer Seite
www.allergie-wegweiser.de/ernaehrungsberatung



Digitaler Vortrag am 12.10.2021 12:00-13:00 und individuelle digitale Beratungen am 19.10. & 21.10.2021.

Bewegungsübung – September

Dehnung Hüftbeuger

Wir sitzen oft viele Stunden am Tag. Ob am Schreibtisch, beim Essen oder in Verkehrsmitteln. Wenn dieser Muskel nicht regelmäßig gedehnt wird, kann dieser schnell verkürzen und die aufrechte Haltung beeinflussen.

Durchführung: Setze dich an die linke Sitzkante. Führe das linke Bein nach hinten und stelle das rechte Bein nach vorn auf. Richte deinen Oberkörper auf. Führe das Brustbein Richtung Decke. Spürst du bereits eine Dehnung in der linken Leiste, dann bleibe so. Oder intensiviere die Dehnung, indem du dein Becken nach vorn aufrichtest.

Gesundheitstipp: Cave-Syndrom

Ein Artikel von der Barmer

Monatelang waren Kontaktbeschränkungen, Abstandsregeln und Homeoffice-Lösungen fast schon ganz alltägliche Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Mit sinkenden Inzidenzwerten und einer steigenden Impfquote werden diese Regeln unter bestimmten Voraussetzungen gelockert. Dennoch fällt es vielen schwer, sich wieder an das soziale Miteinander zu gewöhnen. In der Wissenschaft wird daher vom sogenannten „Cave-Syndrom“ (engl. Höhlensyndrom) gesprochen. Es beschreibt, dass Menschen lieber in ihrer schützenden Höhle bleiben, als rauszugehen. Ein Grund dafür könnte eine antrainierte Angst sein.

Hier könnt ihr euch Tipps in deutsch und englisch runterladen.

Bewegungsübung – August

Langes sitzen und verspannte Muskulatur im Bereich der Lendenwirbelsäule führen reflektorisch oft zu Verspannungen im Gesäß. Aufgrund der anatomischen Strukturen, kann hier der Ischias-Nerv eingeklemmt werden. Hier eine Möglichkeit der Dehnung.

Setze dich auf die vordere Hälfte deines Stuhls. Lege das rechte Sprunggelenk auf den linken Oberschenkel und führe das rechte Knie weit nach außen unten. Richte dich mit deinem Oberkörper auf – Brustbein rausschieben. Führe nun den aufgerichteten Oberkörper nach vorn, bis du eine Dehnung im Gesäß spürst. Hallte die Dehnung für ca. 15 Sekunden und wechsle dann die Seite.

Bewegungsübung – Juli

Hilfe zur Selbsthilfe! Eine verspannte Nackenmuskulatur kann Kopfschmerzen und Haltungsveränderungen hervorrufen. Verspannungen kommen meistens aufgrund monotoner Haltung, wenig Bewegung und mangelnder Muskelkraft zustande. Regelmäßige Bewegung z.B. Schulterkreisen oder eine Massage können Abhilfe schaffen.

Nehme dir einen Ball (Faszien-, Tennisball) und stelle dich mit dem Rücken an die Wand. Positioniere den Ball zwischen Wirbelsäule und rechtem Schulterblatt. WICHTIG: Nicht auf die Wirbelsäule. Lege nun deine rechte Hand auf die linke Schulter. So wird der Abstand zwischen Wirbelsäule und Schulterblatt größer und du kannst die Strukturen besser erreichen.

Anhand der Fußposition kannst du die Intensität wählen. Füße weit weg von der Wand: Starker Druck.

Rolle dann den Ball durch kleine Kniebeugen hoch und runter. Spürst du eine verhärtete Stelle, bleibe gern kurz drauf und rolle dann weiter. Rolle wenn möglich nur mit Druck in eine Richtung: Von unten nach oben. So unterstützt du dein Lymphsystem. Du kannst den Ball auch im Bereich der Lendenwirbelsäule positionieren.

Genieße die Massage.

Migräne- Informationen

Schluss mit Vorurteilen. Informiere dich hier über ein ernst zu nehmendes Thema.

” Etwa 15 % aller Frauen und 6 % aller Männer in Deutschland leiden unter Migräne. Betroffen sind vor allem Menschen im erwerbsfähigen Alter. Durchschnittlich leiden sie an mindestens vier Tagen im Monat unter Kopfschmerzen. Begleitet wird die Migräne häufig von depressiven Symptomen und Angststörungen.”

Porst M., Wengler A., Leddin J. et al. (2020)

Hier gehts zu den Downloads:

Bodyweight – Ein Tipp von der Barmer

Wer fit werden oder bleiben will, Muskeln aufbauen oder Gewicht verlieren möchte, der braucht dazu nicht zwangsläufig Fitnessgeräte oder aufwendiges Equipment: Das eigene Körpergewicht – Bodyweight – reicht für ein wirkungsvolles Ganzkörper-Workout nämlich völlig aus. Das Bodyweight-Training kann aus verschiedenen Übungen wie Unterarmstütz, Kniebeugen oder Liegestütz bestehen und so gleichzeitig Kraft, Koordination, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Ausdauer trainieren.

Hier gehts zu dem Tipp in deutsch und englisch.

Welches Fahrrad passt zu mir? Vor- und Nachteile im Überblick

Mountainbike, E-Bike, Damenrad – Wer sich ein neues Fahrrad zulegen möchte, wird mit Angeboten geradezu überhäuft, denn das Zweirad ist so beliebt wie nie. Aus gutem Grund: Rad fahren ist umweltschonend, gut für die Gesundheit und macht dazu noch richtig Spaß. In vielen Großstädten hat es sich zu einer echten Alternative zum Verkehrsstress auf den Straßen entwickelt. Der Wegfall von Freizeitmöglichkeiten verstärkt den Trend der letzten Jahre nochmal mehr. 2020 gab es in Deutschland beispielsweise rund 79,1 Millionen Fahrräder – so viele wie nie zuvor. Dementsprechend groß ist aber auch das Angebot geworden. Bei den vielen unterschiedlichen Modellen verliert man leicht den Überblick über mögliche Vor- und Nachteile. Wir haben deswegen einige wichtige Fahrradtypen für dich zusammengefasst.

Citybike –Smart durch die Stadt

Vorteile:

  • Bequem: Durch eine aufrechte Sitzposition, breite Bereifung und einen gut gepolsterten Sattel ist man sehr komfortabel unterwegs.
  • Verkehrssicher: Die Sitzposition gibt einen guten Überblick über das Geschehen auf der Straße (aufgerichtete Sitzposition) und ist nach StVZO ausgestattet.
  • Kostengünstig: Durch die bewusst einfach gehaltene Ausstattung starten die Preise für Citybikes schon bei 350 Euro.
  • Bremsen: Zwei – eine Vorderradfelgenbremse und eine Rücktrittnabenbremse

Nachteile:

  • Gewicht: Vergleichsweise hohes Gewicht mit ca. 12-13 kg
  • Tourenuntauglich: Meist nur für festen Untergrund bzw. Asphalt konzipiert, eher für kurze Strecken geeignet
  • Sehr einfache Technik: Wer weitere Strecken zurücklegen will, stößt mit dem Citybike an seine Grenzen. Drei bis sieben Gänge machen Berg- und Talfahrten eher abenteuerlich.

Trekkingrad – Der sportliche Alleskönner

Vorteile:

  • Vielseitigkeit: Einsetzbar in der Stadt genauso wie für lange Berg- und Taltouren. Auch verschiedene Untergründe sind kein Problem.
  • Gepäcktauglich: Durch die hohe Fahrstabilität kann man auch problemlos Packtaschen mit etwas Gewicht anbringen.
  • Verkehrssicherheit: Trekkingbikes sind auch ohne Nachrüstung verkehrssicher und durch standardmäßige Lichtanlage für den Straßenverkehr zugelassen.
  • Sportlich und bequem: Durch verstellbaren Sattel und Lenker kann man sowohl rückenschonend-aufrecht als auch windschnittig-sportlich fahren und seine Position jederzeit anpassen.

Nachteile:

  • Fahrspaß: Das Trekkingrad ist ein Allrounder, tut sich aber auch in keinem Gebiet außerordentlich hervor. Wer besonderen Komfort oder besondere Sportlichkeit erwartet, sollte auf andere Fahrradmodelle setzen.
  • Gewicht: Mit 16-19kg vergleichsweise schwer für weite Distanzen.

E-Bike- Zusätzliche Motor-Power

Vorteile:

  • Entspannt unterwegs: E-Bike fahren ist weniger anstrengend. Ohne großen Kraftaufwand kommt man schnell voran und kann einfacher größere Strecken zurücklegen.
  • Variabel: Ohne Motorleistung zur Arbeit, mit zurück – wem der Weg zu anstrengend wird, kann sich jederzeit unterstützen lassen.
  • Motivierend: E-Bike-Besitzer fahren im Schnitt drei Mal mehr Rad als normale Radler. Wer sich also durch den Motor unterstützen lässt, kann so seine Bewegung deutlich steigern.

Nachteile:

  • Kosten: E-Bikes sind meist teurer als die meisten anderen Fahrradmodelle, der Startpreis liegt bei ca. 2.000 Euro. Wartung und Servicepreis sind in einer Werkstatt meist kostspieliger als bei einem normalen Fahrrad.
  • Batterie: Das Aufladen der Batterie bedeutet zusätzlichen Aufwand, Energiekosten und Zeit. Ein voller Ladezyklus dauert je nach Modell 1,5 bis 5 Stunden.
  • Gewicht: E-Bikes sind durch den Motor viel schwerer als herkömmliche Räder. Wer Strecken ohne Antrieb zurücklegt, kann bei Anstiegen und dem hohen Gewicht ins Schwitzen geraten.

BMX – Bicycle Motocross

Vorteile:

  • Mehr als ein Fahrrad: BMX-Räder sind vorrangig dafür gemacht, damit Tricks und Stunts zu machen. Deswegen beträgt die Reifengröße auch nur 20 Zoll und der Lenker ist sehr hoch.
  • Sprungkraft: Der Aufbau des Rads ermöglicht hohe Sprünge für den extra Adrenalinkick.

Nachteile:

  • Ausstattung: Die Ausstattung ist eher minimalistisch, es gibt keine Gangschaltung und sehr einfache oder teilweise gar keine Bremsen, auch Beleuchtung und Schutzbleche fehlen.
  • Fortbewegung: BMX-Räder sind eigentlich nicht als Fortbewegungsmittel gedacht.

Rennrad – Schnell auf der Straße

Vorteile:

  • Asphaltprofi: Durch Leichtigkeit (7-9 kg) und Rahmenform perfekt für Straßenradsportler geeignet.
  • Schnelligkeit: Der starke Vortrieb sorgt für hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten und weite Streckenbewältigung.
  • Sportliche Sitzposition: Der aerodynamische Sitz sorgt für wenig Luftwiderstand und zusätzliche Geschwindigkeit.
  • Wettkampftauglich: Beherrscht von Trainings- bis Pässe-Fahrten, von Amateur- bis Triathlon Rennen alle Disziplinen.

Nachteile:

  • Bereifung: Dünne Reifenbreite und ein fast fehlendes Profil bedeutet bei selbst kleinen Hindernissen erhöhte Sturzgefahr.
  • Ausstattung: Wegen Gewicht und Luftwiderstand wird gern von Schutzblechen, Ständern und Co. verzichtet, meist gibt es nur einfache Steckbeleuchtung. Kann aber als Zubehör gesondert gekauft werden.
  • Haltung: Oberkörper neigt sich beim Radfahren stark nach vorne, dadurch höhere Belastung für Hals- und Lendenwirbelsäule.
  • Geländeuntauglich: Rennräder sind auf gut ausgebaute Straßen angewiesen und durch Reifenprofil und –tiefe für das Gelände untauglich.

Mountainbike – Offroad unterwegs

Vorteile:

  • Alleskönner: Mountainbikes können praktisch überall fahren, werden deswegen auch oft im Alltag eingesetzt.
  • Bereifung: Grobe Profilierung und breite Bereifung sorgen für sehr guten Grip auf Trails. Wer nur auf Asphalt fährt, kann spezielle Reifen für Straßen montieren. Diese sind oft schmaler und weisen geringeren Rollwiederstand auf.
  • Gewicht: Ist mit 11-14 kg vergleichsweise leicht.

Nachteile:

  • StVZO: Enstpricht nicht der Straßenverkehrsordnung und müsste mit zusätzlichem Equipment aufgerüstet werden.
  • Equipment: Schutzbleche, Beleuchtung und Co. sind meist nicht im Preis enthalten und müssen zusätzlich gekauft werden.
  • Sitzposition: Die eher sportliche Sitzposition wird oft als unbequem und anstrengend für den Rücken empfunden.
  • Gepäck: Mountainbikes bieten schlechte bis gar keine Gepäckaufnahme.

Gravel – Bike – Die Mischung machts

Vorteile:

  • Mix: Leichtes Rad mit sportlicher Sitzposition. Diese ist aufrechter als beim Rennrad. So sind längere Touren gut möglich.
  • Vielseitig einsetzbar: Die Bereifung ermöglicht das Fahren auf Asphalt genauso wie auf Waldwegen oder Trails.
  • Bremsen: Die Bremsen sind immer Scheibenbremsen. So kann bei jedem Wetter sicher gefahren werden.
  • Ausstattung: Es gibt spezielle Tasche die ohne feste Halterung am Sattel, Lenker oder Rahmen montiert werden. Dies ermöglicht eine gute Gewichtsverteilung und Fahrstabilität auch bei schnellen Touren. Manche Hersteller ermöglichen eine schnelle Montage verschiedener Reifen (Rennrad oder Mountainbike) am gleichen Rad. So wird die Einsatzmöglichkeit erhöht.

Nachteile:

  • Preis: meist teurer in der Anschaffung
  • StVZO: ein Gravel-Bike wird nicht nach StVZO ausgeliefert und müsste nachgerüstet werden.