10 Food Trends – von denen du gehört haben solltest
1. Bunt und gesund.

Von Açaí bis Weizengras – sogenannte “Superfoods” sind
derzeit überall zu finden. Darunter versteht man Lebens mittel, die reich an Mikronährstoffen wie Vitaminen, Antioxidantien, Mineralien, Enzymen und gesunden Fetten sind. Eine genau festgelegte Definition gibt es aber nicht. Aus der Health & Fitness Community sind sie mittlerweile nicht mehr wegzudenken, Produkte wie Baobab (getrocknetes Fruchtfleisch des Affenbrotbaums), Camu-Camu (Beerenfrucht aus dem Amazonasgebiet), Carob (Pulver aus den getrockneten Früchten des Johannisbrotbaums) und Co werden in Smoothies gemixt und dann aufwendig dekoriert und präsentiert. Hier ist aber Vorsicht geboten: Weil es keine eindeutige Begriffserklärung gibt, verkaufen viele Firmen alle möglichen Produkte unter dem Superfood-Namen. Im Zweifel lohnt sich also der Blick auf die Nährstofftabelle.
2. Insektenproteine – die fleischlose Alternative

Insekten, wie Heuschrecken, Mehlwürmer oder Heimchen, in die eigene Ernährung miteinzubinden, ist für viele hierzulande undenkbar. Der Status als Tisch-Tabu weicht aber immer weiter auf, denn Insektenproteine haben gegenüber eiweißreichen Erzeugnissen aus Fleisch, Fisch oder Soja viele Vorteile. So haben sie, bei gleicher Menge, teils mehr als das Doppelte an Protein und sind außerdem wesentlich günstiger in der Produktion. Außerdem gelten sie als nachhaltig und ethisch vertretbar, da die Umweltbelastung durch die kleinen Tierchen wesentlich geringer ist, als etwa durch Schwein oder Rind.
Schon jetzt finden sich Insektenproteine immer häufiger
in Fleischersatzprodukten, Proteinriegeln oder Brot.
3. Pseudogetreide – glutenfreie Körner

Pseudogetreide sind Körner, die wie echtes Getreide verwendet werden, aber streng genommen anderen Pflanzenfamilien angehören. Darunter fallen zum Beispiel Quinoa, Amaranth, Buchweizen und Chiasamen. Der große Vorteil von Pseudogetreide: Es ist von Natur aus glutenfrei, versorgt den Körper meist mit wertvollen Proteinen und Mineralstoffen und gilt als gesund. Besonders um die kleinen Chiasamen hat sich ein regelrechter Hype entwickelt: Sie sind vor allem in der veganen Küche beliebt, da sie als Bindemittel Eier ersetzen und somit das Backen erleichtern können.
4. Cold Brew Coffee – cold is cool

Kalter Kaffee?! Richtig gelesen, das Getränk schlägt der
derzeit hohe Wellen. Bei der Cold Brew Methode werden
grob gemahlene Bohnen mit kaltem statt heißem Wasser
übergossen und dann für mehrere Stunden gekühlt ziehen gelassen. Das Resultat sind fruchtig-milder Geschmack und etwa 70 % weniger Bitterstoffe und Säuren als bei der herkömmlichen, heißen Variante. Perfekt für alle Kaffee-Liebhaber:innen als sommerliche Erfrischung!
5. Craft Beer

Ein anderes Getränk sorgt gerade für Spaß im Glas. Das sogenannte “Craft Beer” ist ein Bier, das traditionell und von einer unabhängigen Brauerei hergestellt wird. Besonderer Fokus wird hier auf das “crafting”, also den handwerklichen Aspekt, gelegt. Heißt konkret: Hier geht es um kleine Brauereien, bei denen meist eine Person, etwa der Gründer, Brauer oder Macher, persönlich und sehr präsent für sein Produkt einsteht. Es wird Wert auf natürliche Zutaten gelegt und oft auch kreativ gearbeitet. Da das Bier in geringeren Mengen hergestellt wird, ist es meist teurer. Dafür warten dann Sorten wie Starkbier, Porter, (Indian) Pale Ale und experimentelle Biere mit Gewürzen und Fruchtextrakten darauf, probiert zu
werden. Geschützt ist der Begriff übrigens nicht. Theoretisch kann also jeder sein Produkt als “Craft Beer” bewerben.
6. Mochi Eis – japanische Eiscreme

Mochi Eis – das ist ein mit Eiscreme gefüllter Reiskuchen, der ursprünglich aus Japan kommt und dort traditionell zu Neujahr gegessen wird. Es ist nicht verwunderlich, dass das Konfekt auf sozialen Plattformen mittlerweile so beliebt ist. Denn es ist bunt, erfrischend, laktose- und glutenfrei, meist vegan und kalorienarm. Der “Mantel” wird aus weichem Klebereismehl, sogenannter Shiratamako, geformt. Im Inneren versteckt sich eine Paste aus Adzukibohnen und Zucker, die je nach Sorte anders schmeckt. Pistazie und Mango sind genauso Optionen wie grüner Tee oder Schwarzer Sesam.
7. Hybridfood – best of both worlds

Es fing alles an mit dem “Cronut”: Ein donutähnliches Gebäckstück, dass aus einem Croissantteig besteht – sozusagen das Beste aus beiden Welten. Denn genau das bedeutet “Hybrid Food”: Verschiedene markante Merkmale oder “Erkennungszeichen” bekannter Produkte und Lebensmittel vermischen und daraus Neukreationen schaffen. Von Cragels (eine Verbindung von Bagel und
Croissant) über Ramen-Burger (bei dem der Bun durch Ramennudeln ersetzt wird) bis hin zum Sushirrito (Sushi + Burrito). Der Food Trend bewirkt vor allem eines: Spaß und Neugier am Essen!
8. Buddah-Bowls: Vegetarisches Essen aus der Schale

Wie der Name bereits verrät, hat das Trend Food seine Ursprünge im Buddhismus. Buddha Bowls sind (meist) vegetarische und ausgewogene Mahlzeiten, die typischerweise in einer Schüssel (engl. “bowl”) angerichtet werden und aus kleinen Portionen verschiedener und nährstoffreicher Lebensmittel bestehen. Feste Bestandteile gibt es nicht. Vielmehr geht es darum, möglichst bunt und nach dem Baukastenprinzip (Kohlenhydrate, Proteine und gesunde Fette) zu arbeiten. Dann sind die kalt servierten Buddha Bowls nicht nur ein köstlicher Augen-, sondern auch ein ausgewogener Gaumenschmaus.
9. Liquid Evolution

Die sogenannte “Liquid Evolution” kann schon seit längerer Zeit beobachtet werden. Es beschreibt das Phänomen, dass jüngere Menschen immer seltener zu Alkohol greifen. Laut Zahlen der BZgA trinken rund 33,4 % der Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren regelmäßig Alkohol. Zum Vergleich: Im Jahr 2004 waren es noch etwa 43,6 %. Langfristig ist also eine rückläufige Entwicklung zu beobachten. Viele greifen heute statt dessen zu alkoholfreien Alternativen, wie etwa Kombucha oder “Mocktails”, also Cocktails ohne
Alkohol.
10. Detox

Detox bedeutet wortwörtlich „Entgiften“ und hat sich vor allem in der Fitness- und Wellnesscommunity einen Namen gemacht. Fans des Trends sind davon überzeugt, durch eine gesunde Ernährung – die vorrangig aus Obst- und Gemüsesäften besteht – Schadstoffe und Gifte aus dem Körper filtern zu können. Diese haben sich durch ungesunde Ernährung und Zusatzstoffe wie Zucker, Alkohol und Nikotin in Haut, Leber, Nieren und Darm angesammelt und sollen durch bestimmte Lebensmittel entlassen werden. Dazu gehören verschiedenes Obst, Gemüse, Salat und frische Sprossen, genauso wie Trockenfrüchte und Nüsse und Kerne.