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Nahrungsmittel-Allergie

Der Verzehr von Nahrungsmitteln bedeutet nicht für jeden einen Genuss. Die Anzahl der behandlungsbedürftigen
Nahrungsmittel-Allergiker wird auf circa fünf bis sieben Prozent der Bevölkerung geschätzt. Je nach Alter stehen unterschiedliche Auslöser im Vordergrund, die besonders häufig Allergien auslösen.

  • Die Hauptauslöser bei Säuglingen und Kleinkindern sind Kuhmilch, Hühnereier, Weizen, Soja, Erdnüsse und Haselnüsse.
  • Ältere Kinder und Erwachsene reagieren in der Regel häufiger auf Erdnüsse, Nüsse, Fisch, Krebs- und Weichtiere.
  • Außerdem kommt es im Rahmen einer Pollenallergie bei circa 60 Prozent der Pollenallergiker zu sogenannten „Kreuzallergien“. Die Allergene mancher Pollen und pflanzlicher Lebensmittel ähneln sich so stark, dass das Immunsystem von Allergikern sie nicht unterscheiden kann. Es kommt dann, zum Beispiel beim Biss in den Apfel, zu einer allergischen Reaktion, obwohl die eigentliche Allergie auf Birkenpollen besteht. Die Reaktionen sind in der Regel Jucken und Kratzen im Mund-Rachen-Raum, Fließschnupfen, oder Augenjucken bis hin zum Hustenreiz.

Weitere allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel können beispielsweise sein:

  • Quaddeln, Nesselfieber, Rötung, Juckreiz,  Quincke-Ödem
  • Husten, Atemnot
  • Durchfall, Erbrechen, Übelkeit
  • Die schwerste allergische Reaktion auf Nahrungsmittel ist der anaphylaktische Schock, der sich in  Form eines lebensbedrohlichen Kreislaufzusammenbruchs äußert.

Allergische Reaktionen & Co
Das Immunsystem des Körpers reagiert auf normalerweise ”ungefährliche” Stoffe aus der Umwelt mit einer  überschießenden Abwehrreaktion, indem er vermehrt  Antikörper (Typ IgE) gegen die vermeintliche Gefahrenquelle, in diesem Fall ein Nahrungsmittel, bildet. Von der  Allergie abzugrenzen sind Verwertungsstörungen von  Milch- und Fruchtzucker (Laktose-Intoleranz und  Fruktose-Malabsorption) und die Autoimmunerkrankung  Zöliakie (Glutenunverträglichkeit).

Eine Lebensmittelallergie lässt sich nicht allein mit  einem Allergietest feststellen
Wenn in einem Allergietest Lebensmittel positiv getestet  sind, also Antikörper vom Typ IgE nachgewiesen werden, heißt das nicht automatisch, dass eine Allergie vorliegt und die betreffenden Lebensmittel nicht mehr verzehrt werden dürfen. Nur wenn klinische Beschwerden, z.B. Jucken im Hals,  Atemnot, Hautverschlechterung bei Neurodermitis usw.  nach dem Verzehr auftreten, spricht man von einer Allergie.
Treten keine Beschwerden auf, spricht man von einer „stummen Sensibilisierung“: Der Körper hat zwar Antikörper (IgE) gebildet, die im Allergietest nachgewiesen werden können, Symptome treten aber nicht auf. Nur wenn bestimmte Lebensmittel immer Beschwerden  verursachen, ist das Meiden der auslösenden Lebensmittel, unter Berücksichtigung individueller Verträglichkeit, angezeigt. Gerade, wenn es um Grundnahrungsmittel geht, wie Milch, Weizen und Ei, und die weit verbreiteten Kreuzallergien auf rohes Obst- und Gemüse, muss  die Notwendigkeit einer Ernährungseinschränkung geprüft werden. Am besten zusammen mit einer allergologisch geschulten Ernährungsfachkraft.

Im Rahmen der individuellen Ernährungstherapie wird neben der Meidung der Allergieauslöser auch auf die ausreichende Nährstoffdeckung geachtet. Eine allgemeingültige  „Allergie-Diät” gibt es nicht. Aufgrund der individuellen Auslöser hat immer nur ein speziell für den Patienten aufgestellter Ernährungsplan Gültigkeit. Vorrangiges Ziel der Ernährungstherapie ist eine ausgewogene Ernährung trotz  Allergie.

Der DAAB ist ein kompetenter Partner vom Patient Engagement der Novartis.
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Weitere Informationen findest du hier www.daab.de/ernaehrung/ernaehrungswelt

Adressen von allergologisch geschulten Ernährungsfach in deiner Region findest du auf unserer Seite
www.allergie-wegweiser.de/ernaehrungsberatung



Digitaler Vortrag am 12.10.2021 12:00-13:00 und individuelle digitale Beratungen am 19.10. & 21.10.2021.