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MBSR: Meditation ohne Spiritualität

Achtsamkeit ist die Wellness-Methode für deinen Geist. Yoga, Meditation und Atemübungen hast du bestimmt schonmal ausprobiert. Mit der MBSR-Methode bekommst du eine kleine Pause vom stressigen Alltag – aber ganz ohne spirituelle Verpackung. 

MBSR, das steht für “Mindfulness-Based Stress Reduction”, also der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion. Sie orientiert sich an den traditionellen Meditationsarten, etwa aus dem Hinduismus oder dem Buddhismus, verzichtet aber auf esoterische oder religiöse Vorstellungen. Das Ziel der Methode ist aber ähnlich: Die Schulung deines Geistes auf dem Weg zu Selbsterkenntnis, innerer Harmonie und Ruhe. Dafür wurden verschiedene Meditationstechniken wissenschaftlich auf ihre Wirksamkeit untersucht, das Programm wurde dann aus einer Kombination der wirksamsten Übungen abgeleitet. 

Wie funktioniert MBSR?

Die MBSR-Methode verbindet meditative Übungen in Ruhe und Bewegung mit verschiedenen Ansätzen aus moderner Psychologie und Stressforschung. Möglicher Ablauf: In einem achtwöchigen Programm lernst du achtsame Meditations- und Körperübungen und übst diese in kleinen Gruppen. Dazu kommen Kurzvorträge zu Themen wie Wahrnehmung, Stress, Gedanken und Gefühlen. Außerdem setzt du dein neu erlerntes Wissen während eines Übungstags im Stillen um. Zu den Meditationsübungen gehören beispielsweise die achtsame Körperwahrnehmung (Body-Scan), Yoga-Übungen (Asana), die Sitzmeditation (Zazen), die traditionelle Gehmeditation (Kinhin) oder dreiminütige Achtsamkeitsübungen (Breathing Space).

Wichtig zu wissen ist: Der Fokus liegt hier immer auf deinem Geist. Für den körperlichen Ausgleich solltest du ergänzend ein anderes Programm verfolgen.

Was sind die Vorteile und Ziele von MBSR?

Es ist medizinisch nachgewiesen, dass Meditation langfristig die Aktivität in Gehirnbereichen verändern und deine Emotionen, Konzentration und das körperliche Empfinden regulieren kann. 

Durch MBSR kannst du beispielsweise Stress reduzieren und deinen Schlaf verbessern. Oft sinkt der Blutdruck oder die Erregung des vegetativen Nervensystems. Du bist entspannter, kannst Gedanken und Gefühle besser wahrnehmen. Manchen Menschen hilft die Methode auch, mit Krankheiten und Schmerzen besser umzugehen. Beachte aber, dass MBSR keine Alternative zu einer ärztlichen Behandlung darstellt, sie kann deine Therapie aber ergänzen.