Laufen im Winter, muss das sein?
Im Sommer fällt es uns leichter, uns zu motivieren, die Laufschuhe anzuziehen und rauszugehen. Es ist ange-nehm warm und sonnig. Doch was ist während der kal-ten Wintermonate? Schnell gewinnt der innere Schwei-nehund, denn Ausreden gibt es zu genüge. Doch in den kalten Monaten kann laufen richtig viel Spaß machen und das Gefühl dannach ist noch besser! ☺
6 wertvolle Tipps für die kalten Monate:
- Richtige Kleidung:
Optimal im Winter ist das Zwiebelprinzip. Hierbei ist darauf zu achten, dass man wenn möglich Funktionskleidung trägt. Baumwollbekleidung saugt sich mit Schweiß voll und man fängst schneller an zu frieren. Funktionsunterwäsche hat den Vorteil, dass die Feuchtigkeit nach außen tranportiert wird und die Haut trocken bleibt. Beginnen sollte man deshalb mit funktonieller Unterwäsche, ein oder zwei Zwischenschichten (z.B. Langarmshirt) und ganz oben eine wind- und/ oder wasserabweisende Jacke. Wer bei der Laufbekleidung auf Nachhaltigkeit setzen möchte, kann hier auf Merinowolle und Lyocell Fasern zurückgreifen. Diese haben viele positve eigenschaften und sind zudem noch ökologisch. Die meiste Wärme verlieren wir über den Kopf, Hände und Füße. Vergiss also nicht die Mütze, die Handschuhe und etwas dickeren Socken. Die Schuhe sollten der Witterung angepasst sein. Hierbei sollte man nicht nur auf das Obermaterial achten, sondern auch auf das Profil. Reflektoren an deiner Laufkleidung und eine Stirnleuchte sind ein muss in der dunklen Jahrszeit.
- Ausreichend Trinken:
Im Winter schwitzen wir genauso wie im Sommer. So müssen wir uns auch im Winter vor einer Dehydration schützen. Über den Tag verteilt sollten wir ca. 2-2,5 Liter Flüssigkeit aufnehmen. Hierbei ist darauf zu achten, das wir gerade im Winter genügend Mineralstoffe aufnehmen, z.B. über ein Mineralwasser. Im Tee sind diese nicht in ausreichender Form enthalten.
Empfehlung: Maximal 250ml auf einmal trinken, sonst kann der Körper dies nicht optimal aufnehmen.
- Aufwärmen/ Dehnübungen
Bei extremen Minusgraden ist das Auf- und Abwärmen drinnen zu empfehlen, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Mobilisationsübungen helfen dabei und sind überall machbar.
- Sei aufmerksam:
Gefrorener Boden, Schnee und Glätte – es besteht Sturzgefahr. Achte auf das richtige Schuhwerk mit ausreichend Profil und evtl. Spiks bei sehr glatten Untergrung.
- Atmung:
Bei sehr kalten Temperaturen (ab -5°C) sollte man die Intensität reduzieren, sodass man besser durch die Nase atmet. Die einströmende Luft wird durch die Nasenatmung verlangsamt und stärker angewärmt. Auch ein Tuch oder Laufmaske vor der Nase kann das noch positiv unterstützen. Ein Laufen bist -10°C max. -15°C ist möglich. Wobei man hier auf seinen Körper hören sollte. Bei noch kälteren Temperaturen und Wind sollten auf alternative Bewegungsformen, wie Schwimmen oder Fahren auf dem Ergometer ausgewichen werden.
- Stärkung des Immunsystems:
Regelmäßiger moderater Sport oder Bewegung steigert die Anzahl der Killerzellen im Körper, die für eine gute Immunreaktion bei Eintreten von Krankheitserregern aktiv werden. Auch die Qualität der Zellen verbessert sich beispielsweise durch regelmäßiges moderates Laufen. Das Laufen im Winter ist kein „Krankmacher“, sondern stärkt das Immunsystem. Wichtig ist nur, dass man nach dem Lauf gleich die Kleidung wechstelt und nicht auskühlt.