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Draußen im Glück: Wie Bewegung in der Natur glücklich macht.

Bildschirm aus, Schuhe an, Türe auf: Pause verbringen wir am liebsten an der frischen Luft. Kaum sind wir draußen und weg vom Lärm der Straßen, kommen die Gedanken zur Ruhe. Beim “Waldbaden” fühlen wir uns entspannt und ausgeglichen und können danach mit neuer Energie in unsere Arbeit starten. Auch Studien zeigen: Bewegung macht glücklich! Warum wir öfter in der Natur spazieren gehen sollten.

Wenn der Kopf raucht, eine Entscheidung ansteht oder eine kreative Pause dringend nötig ist, treibt es uns intuitiv nach draußen. Umgeben von Vogelgezwitscher und rauschenden Bäumen lässt es sich am besten denken. Aber ist das  wirklich so? Tatsächlich haben Forscher der University of Michigan herausgefunden, dass nach draußen gehen hilft, sich besser zu konzentrieren. Ein Spaziergang im Park oder im Wald von einer Stunde kann unsere Aufmerksamkeitsspanne und unsere Gedächtnisleistung um 20 Prozent verbessern. Die Interaktion mit der Natur kann dann eine ähnliche Wirkung wie eine Meditation haben. Den Spaziergang genießen muss man dabei nicht unbedingt: Egal, welches
Wetter draußen herrscht, am Ende profitieren Körper und Geist bei eisigen Minusgraden genauso wie bei drückender Hitze.

Glückshormone beim Spazieren
Selbst wenn wir beim Spazierengehen keine gute Laune haben – wir beenden eine Laufrunde meist glücklicher, als wir sie begonnen haben! Beim Gang an der frischen Luft und im Wald stößt unser Körper vermehrt das Glückshormon Serotonin aus: Unsere Laune hebt sich und wir werden aktiver. Im Gegenzug reduziert unser Körper die Produktion des Schlafhormons Melatonin, das uns träge und unkonzentriert macht. Dafür braucht es übrigens keinen zwei- oder dreistündigen Marsch, schon dreißig Minuten reichen aus, um den Hormonhaushalt auszugleichen. Wichtig ist nur, dass man es regelmäßig macht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, mindestens 150 bis 300 Minuten mäßig intensive aerobe körperliche Aktivitäten auszuüben. Das schließt auch Spazieren und Wandern ein. Eine halbe Stunde pro Tag in der Natur liegt also genau im empfohlenen.

Wie du Spazieren gehen in deinen Alltag integrierst
Spazierengehen ruft noch eine weitere Wunderwaffe auf den Plan: Vitamin D, ein Mikronährstoff, der zu 80 bis 90 Prozent von der Haut selbst gebildet wird. Dafür braucht sie allerdings Sonnenlicht, helle Räume allein reichen nicht aus. Denn auch hier gilt: Wer zu wenig Licht abbekommt, hat tendenziell auch schlechtere Stimmung. Und das sollten wir durchaus ernst nehmen, denn etwa jeder dritte Deutsche hat einen Vitamin D-Mangel. Am besten funktioniert das Spazieren natürlich dann, wenn du es unkompliziert in deinen Alltag integrieren kannst. Beispielsweise, wenn du auf dem Weg zur Arbeit, Schule oder zum Einkaufen den Weg durchs Grün zu Fuß nimmst. Überlege dir also jeden Tag, welche Routen du zu Fuß, statt mit dem Auto nehmen kannst. Oder aber du suchst dir eine feste Uhrzeit, zu der du dir eine halbe Stunde Zeit im Wald nimmst. Dann kann das Laufen sogar noch weitere gesundheitliche Vorteile haben: Eine Cambridge Studie zeigt, dass dreißig Minuten Spazieren gehen pro Tag mit moderater Geschwindigkeit das Risiko von Herzkrankheiten um bis zu 40 Prozent verringern kann. Es unterstützt außerdem den Herzkreislauf, und hilft dabei, Depressionen zu bekämpfen sowie Osteoporose und Diabetes vorzubeugen. Es ist also definitiv eine gute Idee, sich bei der nächsten kreativen Pause mal wieder die Schuhe zu schnüren und den Radiosender gegen Vogelgezwitscher einzutauschen